Saarland fördert Stromspeicher für den Mittelstand mit drei Millionen Euro

Wirtschaftsminister Barke legt neues Programm für kleine und mittlere Unternehmen auf – bis zu 30.600 Euro pro Vorhaben

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Das Saarland stellt in den kommenden drei Jahren insgesamt drei Millionen Euro für die Förderung von Stromspeichersystemen in kleinen und mittleren Unternehmen bereit. Voraussetzung ist der gleichzeitige Neubau einer Photovoltaikanlage.

Das saarländische Wirtschaftsministerium hat ein neues Förderprogramm für stationäre Stromspeichersysteme aufgelegt. In den kommenden drei Jahren stehen dafür nach Angaben des Ministeriums insgesamt drei Millionen Euro bereit. Zielgruppe sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Saarland.

Förderung nur in Kombination mit Photovoltaik

Gefördert wird ausschließlich die Anschaffung und Installation eines stationären Stromspeichersystems in Verbindung mit einer neu errichteten Photovoltaikanlage, die an das Verteilnetz angeschlossen ist. Die PV-Anlage muss eine Mindestleistung von 5 Kilowatt-Peak (kWp) aufweisen.

Förderkonditionen im Überblick

  • Förderquote: 200 Euro pro Kilowattstunde (kWh) Speicherkapazität
  • Mindestförderung: 1.300 Euro pro Vorhaben
  • Maximale Förderung: 30.600 Euro pro Vorhaben
  • Mindest-Speichergröße: 6,5 kWh
  • Maximal geförderte Speichergröße: 153 kWh
  • Die Speichergröße darf maximal 130 Prozent der PV-Leistung betragen

Barke: „Klarer Wettbewerbsvorteil“

Wirtschaftsminister Jürgen Barke begründete das Programm mit den aktuellen Entwicklungen auf den Energiemärkten:

„Wir sehen aktuell, wie internationale Krisen Energiepreise spürbar in die Höhe treiben. Das hat unmittelbare Folgen insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen. In Zeiten steigender Strompreise und unsicherer Märkte ist eine eigenständige Energieversorgung ein klarer Wettbewerbsvorteil. Das Stromspeicherprogramm ist ein wirksames Instrument für die Saarwirtschaft, um Stromkosten zu sparen.“

Handwerk begrüßt das Programm

Helmut Zimmer, Präsident der Handwerkskammer des Saarlandes, äußerte sich positiv:

„Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Energiepreissituation ist es das Gebot der Stunde, Eigenstrom zu nutzen, statt ihn teuer einzukaufen. Das neue Speicherprogramm ist ein wichtiger Baustein, um den saarländischen Mittelstand krisenfest und energetisch unabhängig aufzustellen.“

Udo Schmidt, Landesinnungsmeister der Landesinnung Saarland der Elektro- und Informationstechnischen Handwerke, hob die praktische Ausgestaltung hervor:

„Die Förderung von Stromspeichern ist ein starkes Signal für den Mittelstand im Saarland. Sie verbindet Klimaschutz mit wirtschaftlicher Vernunft und stärkt gleichzeitig unsere Elektrohandwerksbetriebe als zentrale Umsetzer der Energiewende. […] Entscheidend ist dabei die unbürokratische Ausgestaltung – genau das macht die Förderung für die Praxis so wertvoll.“

Weitere Informationen sowie Antragsunterlagen stellt das Ministerium unter saarland.de/pv-speicher bereit.


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