A620 bei Saarbrücken: Sechskilometer-Baustelle startet im April

Autobahn GmbH erneuert Fahrbahn zwischen Gersweiler und Völklingen-Ost – Nachtgesperrungen und einstreifiger Betrieb ab 7. April

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Ab dem 7. April 2026 beginnt die Autobahn GmbH des Bundes mit der grundhaften Erneuerung der A620 zwischen den Anschlussstellen Saarbrücken-Gersweiler und Völklingen-Ost. Das Projekt erstreckt sich über drei Jahre und sechs Kilometer.

Die Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung West, beginnt am 7. April 2026 mit dem Aufbau der Verkehrssicherung für die grundhafte Erneuerung der A620 zwischen den Anschlussstellen Saarbrücken-Gersweiler und Völklingen-Ost. Das Projekt umfasst beide Richtungsfahrbahnen auf einer Gesamtlänge von sechs Kilometern und ist auf drei Jahre angelegt.

Bauzeit und Abschnitte

Die Arbeiten sind in drei Bauabschnitte unterteilt. Laut Autobahn GmbH beträgt die Bauzeit im Jahr 2026 sechs Monate, in den Jahren 2027 und 2028 jeweils fünf Monate. Gebaut wird jeweils von Frühjahr bis Herbst. In den Wintermonaten wird die Verkehrssicherung zurückgebaut, um den Winterdienst zu gewährleisten.

Am 20. April 2026 beginnen die eigentlichen Arbeiten am Mittelstreifen. Ab diesem Zeitpunkt bis voraussichtlich September 2026 steht auf beiden Richtungsfahrbahnen jeweils nur ein verengter Fahrstreifen zur Verfügung. Alle Anschlussstellen bleiben nach Angaben der Autobahn GmbH wie gewohnt nutzbar.

Nachtgesperrungen zur Einrichtung der Baustelle

Zur Einrichtung der Baustellenverkehrsführung kommt es zwischen dem 7. und 18. April 2026 zu mehreren nächtlichen Vollsperrungen einzelner Streckenabschnitte, jeweils von 20:30 Uhr bis 5:30 Uhr. Im Einzelnen:

  • 7. bis 8. April: Richtungsfahrbahn Autobahndreieck (AD) Saarbrücken zwischen AS Völklingen-Ost (10) und AS Saarbrücken-Klarenthal (11)
  • 13. bis 14. April: Richtungsfahrbahn AD Saarlouis zwischen AS Saarbrücken-Gersweiler (12) und AS Saarbrücken-Klarenthal (11)
  • 14. bis 15. April: Richtungsfahrbahn AD Saarlouis zwischen AS Saarbrücken-Klarenthal (11) und AS Völklingen-Ost (10)
  • 15. bis 16. April: Richtungsfahrbahn AD Saarbrücken zwischen AS Saarbrücken-Klarenthal (11) und AS Saarbrücken-Gersweiler (12)
  • 16. bis 18. April: beide Richtungsfahrbahnen zwischen AS Saarbrücken-Gersweiler (12) und AS Völklingen-Ost (10)

Umleitungen erfolgen über die B51 und sind ausgeschildert.

Tagsüber – zwischen 5:30 Uhr und 20:30 Uhr – wird der Verkehr in Fahrtrichtung AD Saarbrücken ab dem 7. April einstreifig am Baufeld vorbeigeführt, in Fahrtrichtung AD Saarlouis ab dem 13. April.

Pendler sollen auf die Bahn umsteigen

Da nach Angaben der Autobahn GmbH zu den Stoßzeiten mit Zeitverlusten zu rechnen ist, empfiehlt die Behörde den Umstieg auf den Schienenverkehr. Gemeinsam mit dem saarländischen Umweltministerium, dem Saarländischen Verkehrsverbund (saarVV), der Deutschen Bahn, der Stadt Völklingen und der Gemeinde Bous wurden zusätzliche Parkplatzkapazitäten geschaffen. An den Bahnhöfen Völklingen-Luisenthal und Bous stehen kostenlose Zusatzparkplätze bereit. Weitere Informationen sollen in Kürze unter www.saarvv.de verfügbar sein.

„Wir sind uns bewusst, dass diese notwendige Erneuerung viel Geduld erfordert. Die reine Bauzeit verkürzt sich durch den 24h-Betrieb der Baustelle und einer 7-Tage-Woche auf 16 Monate. Zudem werden die Ampelschaltungen an den betroffenen Anschlussstellen angepasst, sodass der Verkehrsfluss auf der parallel zur Autobahn verlaufenden B51 optimiert wird.“

So wird Carsten Chassard, Leiter der Außenstelle Neunkirchen, in der Mitteilung zitiert.

Kosten und Hintergrund

Die Baukosten des ersten Abschnitts belaufen sich laut Autobahn GmbH auf insgesamt 7,8 Millionen Euro, davon rund 400.000 Euro für die Verkehrssicherung.

Die A620 geht auf die ehemalige Bundesstraße 405 zurück und weist nach Angaben der Autobahn GmbH deshalb mehrere nicht autobahntypische Merkmale auf: fehlende Standstreifen, sehr schmale Mittelstreifen und enge Überführungsbauwerke. Hinzu kommt die Nähe zu Wohnbebauung sowie die räumliche Begrenzung durch Saar, Leinpfad, Lärmschutzwände und Bahntrasse.

Als Fahrbahnbelag ist laut Mitteilung ein lärmmindernder Gussasphalt vorgesehen, der gegenüber dem bisherigen Walzasphalt eine längere Nutzungsdauer aufweisen soll.


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