Sulzbach/Saar tritt dem gemeinsamen Standesamtsbezirk St. Ingbert bei. Die zuständigen Gremien aller beteiligten Kommunen haben dem Beitritt zugestimmt. Die Erweiterung tritt nach Angaben der beteiligten Städte und Gemeinden in Kürze in Kraft.
Verbund wächst auf vier Kommunen
Der Standesamtsbezirk St. Ingbert besteht seit 2017, als die Mittelstadt St. Ingbert und die Gemeinde Kirkel begannen, standesamtliche Aufgaben gemeinsam zu organisieren. Im Jahr 2021 trat die Stadt Bexbach dem Verbund bei. Mit Sulzbach/Saar umfasst der Bezirk nun vier Kommunen.
Ziel der Zusammenarbeit ist es laut Mitteilung, standesamtliche Aufgaben gemeinsam zu organisieren, fachliche Qualität zu sichern und personelle Engpässe – etwa bei Urlaub oder Krankheit – besser abzufedern. Standesämter seien zunehmend mit komplexen rechtlichen Fragestellungen konfrontiert, etwa bei internationalen Eheschließungen oder der Beurkundung von Geburten mit grenzüberschreitenden Bezügen.
Service in Sulzbach bleibt vor Ort
Für die Einwohnerinnen und Einwohner Sulzbachs soll der wohnortnahe Service erhalten bleiben. Vorgesehen ist ein regelmäßiger Vor-Ort-Betrieb des Standesamtes in Sulzbach zu festgelegten Zeiten. Eheschließungen können weiterhin an den bisherigen Trauorten in Sulzbach stattfinden:
- Sitzungssaal des Rathauses
- Aula
- Salzbrunnenhaus
Mehr Auswahl bei Trauorten
Durch den Beitritt zum Verbund erweitert sich für Brautpaare gleichzeitig das Angebot an möglichen Trauorten. Neben den Sulzbacher Standorten stehen nun auch Trauorte in St. Ingbert, Kirkel und Bexbach zur Verfügung, darunter das Kulturhaus in St. Ingbert, die Limbacher Mühle sowie das Trauzimmer im Rathaus Bexbach.
Digitale Angebote sollen ausgebaut werden
Parallel zur organisatorischen Erweiterung sollen nach Angaben der Kommunen auch die digitalen Angebote im Standesamtswesen weiterentwickelt werden. Verschiedene Dienstleistungen könnten bereits heute online abgewickelt werden; durch die engere Zusammenarbeit solle das Angebot künftig ausgebaut werden.
Stimmen der Beteiligten
Sulzbachs Bürgermeister Michael Adam begründet den Schritt:
„Mit dem Beitritt zum Standesamtsbezirk St. Ingbert stärken wir bewusst die interkommunale Zusammenarbeit in unserer Region. Gerade bei spezialisierten Verwaltungsaufgaben ist es sinnvoll, Kompetenzen zu bündeln und Ressourcen gemeinsam zu nutzen. Für Sulzbach bedeutet diese Kooperation mehr organisatorische Stabilität und zugleich die Möglichkeit, den Bürgerinnen und Bürgern weiterhin einen verlässlichen und wohnortnahen Service anzubieten.“
St. Ingberts Oberbürgermeister Prof. Dr. Ulli Meyer erklärte:
„Die Erweiterung unseres gemeinsamen Standesamtsbezirks ist ein starkes Signal für gelebte interkommunale Zusammenarbeit. Durch die Bündelung von Fachwissen und Ressourcen schaffen wir eine moderne, leistungsfähige und zukunftssichere Struktur im Standesamtswesen.“
Bexbachs Bürgermeister Christian Prech verwies auf die bisherigen Erfahrungen:
„Die Erweiterung des gemeinsamen Standesamtsbezirks zeigt, wie gut interkommunale Zusammenarbeit in der Praxis funktioniert. Bereits seit mehreren Jahren profitieren wir in Bexbach von der engen Kooperation mit St. Ingbert und Kirkel.“
Kirkels Bürgermeister Dominik Hochlenert, dessen Gemeinde als erster Partner dem Verbund beigetreten war, sagte:
„Für uns als kleine Gemeinde bedeuten solche Formen der Zusammenarbeit mit anderen Kommunen auf der einen Seite eine enorme Entlastung. Auf der anderen Seite können wir durch die Expertise der Stadt St. Ingbert unseren Bürgern im Bereich des Standesamtes einen Service auf hohem fachlichem Niveau anbieten.“



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