Droht Ungemach im Rechtsschutzsaal?
Vor der Sitzung findet um 16:30 Uhr eine Besichtigung des Rechtsschutzsaals mit Fraktionen und der Presse statt. Fachplaner werden die aktuelle Kostenentwicklung erläutern.
Laut Verwaltung kam es bei der Sanierung „trotz gründlicher Vorarbeit“ zu Verschiebungen. Insbesondere seien „erhebliche Mängel im Brandschutz“ zutage getreten. Konkrete Zahlen zur Kostenentwicklung wurden durch die Stadtverwaltung vorab nicht vorgelegt. Regio-Journal hatte bei der Stadtverwaltung konkrete Angaben zu Vorfällen, Mehrkosten und der Höhe der Kostenverschiebungen angefragt, jedoch keine Antwort erhalten.
Auf Nachfrage bei mehreren Stadtratsfraktionen wurde bekannt, dass auch diese über keine detaillierten Informationen verfügen und ebenfalls erst am Mittwoch bei der Besichtigung informiert werden sollen.
Bürgermeister Christian Jung erklärte auf Nachfrage: „Bei der Eroberung des Bauwerkes sind insbesondere Defizite beim Brandschutz zutage getreten. Verschiebungen ergaben sich in den unterschiedlichsten Gewerken.“ Während beim Dach des Rechtsschutzsaals Bildstock geringere Kosten anfielen, weil die Unterkonstruktion in besserem Zustand war als vermutet, ergaben sich andernorts Mehrkosten. „Wenn Stürze über einem Fenster nur verputzt waren, hat man sich bei Rissbildung für einen neuen Sturz entschieden und nicht nur für eine Fugendichtung, Mehrkosten“, so Jung.
Sonstige Themen im Rat
Weitere Themen der öffentlichen Sitzung sind die Stellungnahme zum Landesentwicklungsplan Saarland 2030 und zwei Förderprogramme.
Die Stadt will sich um Mittel für die Sanierung der Helenenhalle bewerben. Die 1985 erbaute Sporthalle weist nach 40 Jahren Nutzung erheblichen Sanierungsbedarf auf. Die geschätzten Gesamtkosten belaufen sich auf rund 4,3 Millionen Euro. Bei erfolgreicher Bewerbung könnte die Stadt bis zu 3,2 Millionen Euro Förderung erhalten.
Zudem berät der Stadtrat über eine Teilnahme am Landesprogramm „Saar66“. Das Programm zielt darauf ab, eine altersfreundliche Kommune zu schaffen. Der Caritasverband Saarbrücken hat der Stadt ein Unterstützungsangebot unterbreitet. Die Stadt müsste einen jährlichen Eigenanteil von maximal 15.000 Euro tragen.
Die Sitzung beginnt um 17 Uhr. Die öffentliche Sitzung im Festsaal des Rathauses kann von Bürgerinnen und Bürgern besucht werden.
Bildquellen
- Rathaus Friedrichsthal Wappen: Stadt Friedrichsthal











