Während die Saarländer im ersten Durchgang noch mit Leidenschaft dagegenhielten, brach das Team von Argirios Giannikis nach dem Seitenwechsel völlig in sich zusammen.
Stabile Defensive rettet Remis in die Pause
In der ersten Hälfte zeigte sich der FCS zunächst bemüht und lief die Hausherren mutig hoch an. Dennoch gehörten die klaren Gelegenheiten dem Sportclub aus Verl, der immer wieder durch Distanzschüsse gefährlich wurde. Kapitän Patrick Sontheimer verhinderte mit einer Rettungstat gegen Gayret Schlimmeres, als er den Ball noch an den Pfosten lenkte (16.). Auch Keeper Phillip Menzel musste früh eingreifen und parierte einen Versuch von Mhamdi glänzend (21.). Offensiv blieb der FCS hingegen blass; lediglich Sontheimer und Bretschneider sorgten für Ansätze von Torgefahr, ohne Verls Schlussmann Schulze ernsthaft zu prüfen. Einziger Wermutstropfen der ersten 45 Minuten war die Gelbe Karte gegen Kai Brünker, der damit im kommenden Heimspiel gegen Ingolstadt gesperrt fehlen wird.
Doppelschlag und Torwartfehler besiegeln Niederlage
Nach dem Wiederanpfiff änderte sich das Bild jedoch drastisch. In der 51. Minute nutzte Oualid Mhamdi eine unübersichtliche Situation nach einer Ecke und traf aus 20 Metern sehenswert zur Führung für die Gastgeber. Nur acht Minuten später sorgte ein schwerer Patzer von Phillip Menzel für die Vorentscheidung: Ein missglückter Pass des Torhüters landete direkt bei Alessio Besio, der zum 2:0 einschob (59.).
Der FCS wirkte in der Folge geschockt und fand keine Mittel, um die drohende Niederlage abzuwenden. Auch die Einwechslungen von Elongo-Yombo, Vasiliadis und Baumann verpufften weitgehend wirkungslos. Den Schlusspunkt setzte erneut Mhamdi in der 80. Minute, als die Saarbrücker Hintermannschaft nach einem Zweikampf im Strafraum das Spielen einstellte und dem Doppeltorschützen den Weg zum 3:0 ebnete.
Unmut im Fanblock entlädt sich vor Spielende
Die rund 600 mitgereisten Anhänger aus dem Saarland reagierten nach dem dritten Gegentreffer mit deutlicher Kritik an der Mannschaft. „Außer Manu könnt ihr alle gehn´“ skandierten die Fans in Anspielung auf FCS-Legende Manuel Zeitz. Die zweite verbale Ohfeige verpassten die Fans der Mannschaft mit „WIR sind Saarbrücker und IHR nicht“. Erneut zeigten die Fans dass sie mit der desolaten Einstellung nicht einverstanden sind.
Trotz eines noch komfortablen Vorsprungs auf die Abstiegsränge hinterlässt der harmlose Auftritt in Ostwestfalen Fragen. Der SC Verl hingegen klettert durch den Heimsieg vorerst auf den zweiten Tabellenplatz.
Nach der anstehenden Länderspielpause steht der 1. FC Saarbrücken nun unter Druck. Am Ostersonntag, den 5. April, empfängt das Team im heimischen Ludwigspark den FC Ingolstadt, bevor nur drei Tage später das Nachholspiel gegen Alemannia Aachen auf dem Programm steht.
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- Nachrichten FC Saarbrücken: © Regio-Journal








