Laut der Veranstaltung werden von rund 21.915 Tonnen Müll, die jährlich im Stadtgebiet anfallen, fast 300 Tonnen illegal entsorgt. Die Entsorgungskosten dafür belaufen sich nach Angaben der Stadt auf rund 115.000 Euro jährlich.
Bürgermeister Michael Adam eröffnete die Veranstaltung, bevor Alesja Hirsch, Leiterin des Ordnungsamtes, und Sascha Plein, Leiter der City-Wache, Zahlen und Hintergründe zur Abfallsituation in Sulzbach vorstellten.
Die illegal entsorgten 300 Tonnen entsprechen laut Vortrag rund 864 Kubikmetern – oder 36 großen Schiffscontainern. Die Beseitigung dieser Hinterlassenschaften bindet die Mitarbeiter des Baubetriebshofs im Schnitt 2.400 Arbeitsstunden pro Jahr. Da die reguläre Jahresarbeitszeit bei 1.760 Stunden liegt, ist damit nach Angaben der Stadt mehr als eine Vollzeitstelle ausgelastet. Die reinen Entsorgungskosten – ohne Personal- und Verwaltungsaufwand bei Ordnungsamt und Bauamt – schlagen mit rund 115.000 Euro zu Buche.
Verunreinigungen werden per Software dokumentiert und auf Hinweise zu möglichen Verursachern untersucht. Die Zahl der eingeleiteten Ordnungswidrigkeitsverfahren stieg von 92 im Jahr 2024 auf 133 im Jahr 2025. Die Behörden sind dabei auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen – diese können per Telefon, E-Mail, persönlich oder über die AEM-App gemeldet werden.Neben der Problemdarstellung zeigte der Vortrag anhand einer „Abfall-Pyramide“ Lösungsansätze auf.
Oberste Priorität hat demnach die Vermeidung von Abfall, gefolgt von Wiederverwertung und Recycling, sonstiger Verwertung wie Verbrennung sowie abschließend der Beseitigung zum Schutz von Menschen, Tieren und Umwelt. Die Referenten wiesen zudem darauf hin, dass Sperrmüll erst am Vortag der Abholung bereitgestellt werden darf.
Termine sind beim EVS unter der Rufnummer 0681 50 000 buchbar.
Unter den Anwesenden waren neben Bürgerinnen und Bürgern auch Mitglieder des Stadtrates. Der Vortrag ist laut Stadt Bestandteil eines Reinigungskonzepts, das Sulzbach im vergangenen Jahr eingeführt hat.
Bildquellen
- Rathaus Sulzbach: © Regio-Journal










