St. Ingbert

Friedhofskommission fordert barrierefreien Zugang zum Waldfriedhof

Ortsrat St. Ingbert-Mitte will Maßnahmen für den Doppelhaushalt 2027/28 anmelden – Entscheidung liegt beim Stadtrat

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Aktuelles aus St. Ingbert Friedhofskommission des Ortsrates St. Ingbert-Mitte besichtigt Waldfriedhof
Aktuelles aus St. Ingbert | Bild: Stadt St. Ingbert

Die Friedhofskommission des Ortsrates St. Ingbert-Mitte hat den Waldfriedhof besichtigt. Sie will unter anderem einen barrierefreien Zugang zur Toilettenanlage und mehr Schatten im Doppelhaushalt 2027/28 verankern.

Die Friedhofskommission des Ortsrates St. Ingbert-Mitte hat sich bei einem Vor-Ort-Termin über die aktuelle Situation auf dem Waldfriedhof informiert. Im Mittelpunkt standen Maßnahmen, die der Ortsrat für den städtischen Doppelhaushalt 2027/28 anmelden will. Der Waldfriedhof ist nach Angaben des Ortsrates der größte Friedhof der Stadt.

„Der Waldfriedhof hat sich bei unserem Besuch in einem ausgesprochen gepflegten Zustand präsentiert, wozu insbesondere der große Einsatz der Mitarbeiter bei den Vorbereitungen auf Allerheiligen beigetragen hat“, erklärte Ortsvorsteherin Irene Kaiser.

An dem Termin nahmen auch Christian Lambert, Leiter der Abteilung Stadtgrün und Friedhöfe, sowie Friedhofsmeister Andreas de Groot teil.

Barrierefreier Zugang als Schwerpunkt

Der Ortsrat hat mehrere Maßnahmen für den Waldfriedhof und den Alten Friedhof auf seiner Prioritätenliste verankert. Besonders weit oben steht ein barrierefreier Zugang auf dem Waldfriedhof, etwa zur Toilettenanlage.

Eine einfache Rampe scheidet laut Mitteilung wegen gesetzlicher Vorgaben aus. Um den Höhenunterschied von rund einem halben Meter zu überwinden, müsste sie etwa zwölf Meter lang sein. Das wäre vor Ort kaum praktikabel und stünde in keinem angemessenen Verhältnis.

Die Kommission sprach sich dafür aus, eine bauliche Alternative zu prüfen. Denkbar wäre es demnach, durch Durchbrüche und eine veränderte Raumnutzung im Nebengebäude der Einsegnungshalle einen anderen Zugang zu den Toiletten zu schaffen, möglicherweise im Bereich der bisherigen Sarganlieferung. Nun sei die Verwaltung gefordert, eine praktikable Lösung zu entwickeln. Die nötigen Haushaltsmittel wolle der Ortsrat unabhängig davon einfordern. Die endgültige Entscheidung liege beim Stadtrat, da der Ortsrat auf den Verwaltungsentwurf nur begrenzten Einfluss habe.

Auch den weiteren Sanierungsbedarf des Gebäudeensembles nehme der Ortsrat mit Sorge wahr. Als Beispiel nannte er die derzeit defekte Tür am Hauptportal der Einsegnungshalle.

„Wir erwarten von der Verwaltung einen tragfähigen Vorschlag für einen barrierefreien Zugang und werden uns dafür einsetzen, dass die notwendigen Investitionen in unsere Friedhöfe im Doppelhaushalt berücksichtigt werden“, sagte Dominik Schmoll, Vorsitzender der Friedhofskommission.

Mehr Schatten gewünscht

Der Ortsrat wünscht sich zudem eine stärkere Beschattung des Waldfriedhofs. Vor allem zur Spieser Landstraße hin sei die Fläche in den Sommermonaten sehr offen und stark der Sonne ausgesetzt. Zusätzliche Baumpflanzungen, beispielsweise Dachplatanen, könnten nach Einschätzung des Ortsrates die Aufenthaltsqualität deutlich verbessern. Auch dafür sollen Mittel im Doppelhaushalt beantragt werden.

Bienenfreundliche Stauden und Sternenkindergrabfeld

Positiv aufgenommen wurde der Vorschlag der Friedhofsmitarbeiter, künftig verstärkt auf bienenfreundliche Staudenpflanzungen zu setzen und die klassische Wechselbepflanzung zurückzufahren. Damit lasse sich der Pflegeaufwand verringern und zugleich die Artenvielfalt fördern.

Thema war auch das neue Sternenkindergrabfeld. Es befindet sich derzeit in der Umsetzung und soll im kommenden Frühjahr offiziell eingeweiht werden.

Irene Kaiser bedankte sich zum Abschluss bei der Verwaltung für die Vorbereitung und Begleitung des Termins sowie bei den Kommissionsmitgliedern.

„Es ist schön zu sehen, wie wir uns parteiübergreifend gemeinsam für den Erhalt und die Weiterentwicklung unserer Friedhöfe einsetzen – dafür gilt allen Beteiligten mein herzlicher Dank.“

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