Das saarländische Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie fördert den Glasfaserausbau in sechs Kommunen mit insgesamt 21,4 Millionen Euro. Das teilte das Ministerium am 29. Oktober 2026 mit. Digitalminister Jürgen Barke übergab die Zuwendungsbescheide an die Kommunen.
Nach Angaben des Ministeriums wird der Ausbau dort unterstützt, wo Telekommunikationsunternehmen nicht aus eigener Wirtschaftlichkeit investieren.
Verteilung auf sechs Kommunen
Die Landesförderung verteilt sich laut Mitteilung wie folgt:
- Stadt Püttlingen: 550.000 Euro
- Stadt Lebach: 605.000 Euro
- Gemeinde Eppelborn: 1.155.000 Euro
- Gemeinde Schiffweiler: 1.190.000 Euro
- Kreisstadt Merzig: 2.295.000 Euro
- Mittelstadt Völklingen: 15.640.000 Euro
Bundesmittel und Förderquote
Die Landesmittel sichern nach Angaben des Ministeriums weitere rund 30 Millionen Euro an Bundesförderung im Rahmen der Gigabit-Richtlinie 2.0 des Bundes. Je nach Finanzkraft der Kommunen kann die Gesamtförderquote demnach auf bis zu 97,5 Prozent steigen. Dadurch könnten auch kleinere oder finanzschwache Kommunen den Glasfaserausbau vorantreiben, hieß es.
Minister: Lücken schließen
Barke sagte laut Mitteilung
„Schnelles Internet darf nicht davon abhängen, ob sich der Ausbau für einen Anbieter rechnet. Der Glasfaserausbau ist ein wichtiger Baustein für wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, gesellschaftliche Teilhabe und einen modernen Staat. Deshalb unterstützen wir die Kommunen im Saarland dabei, die verbliebenen Versorgungslücken zu schließen. Mit den Fördermitteln bringen wir Glasfaser direkt zu den Menschen und Unternehmen vor Ort, sodass alle gleichermaßen von den Chancen der Digitalisierung profitieren.“
Bisherige Förderung seit 2023
Seit 2023 wurden im Saarland nach Angaben des Ministeriums 37 Kommunen mit rund 150 Millionen Euro gefördert. Davon entfallen rund 92 Millionen Euro auf den Bund und 58 Millionen Euro auf das Land. Die verbleibenden 9 Millionen Euro tragen die Kommunen selbst.



