Die Gemeinde Überherrn baut die Freiwillige Ganztagsschule (FGTS) an der Grundschule St. Oranna in Berus neu. Nach Angaben der Mitteilung können dort künftig bis zu 160 Kinder in acht Gruppen betreut werden. Jetzt war der Spatenstich.
Gesamtinvestition von rund 8,9 Millionen Euro
Die Gesamtinvestition beträgt rund 8,9 Millionen Euro. Aus dem Schulbauprogramm BAUSTEIN erhält die Gemeinde Überherrn 789.000 Euro. Hinzu kommen Mittel aus dem Investitionsprogramm Ganztagsausbau, dem Transformationsfonds und der Zukunftsinitiative sowie eine KfW-Förderung.
Raumangebot des Neubaus
Der Neubau umfasst im Obergeschoss acht Betreuungsgruppen. Im Erdgeschoss sind vorgesehen:
- ein Speisesaal mit 100 Sitzplätzen
- ein Foyer mit Garderoben und Ranzenfächern
- ein Personalbereich
Die Gruppenräume werden laut Mitteilung durch eine breite Kommunikations- und Spielzone ergänzt. Ein Aufzug ermöglicht einen barrierefreien Zugang zum Gebäude. Multifunktional nutzbare Räume sind für unterschiedliche Aktivitäten und pädagogische Angebote vorgesehen.
Schule und Betreiber
Die Grundschule St. Oranna ist zweizügig. Derzeit besuchen sie 169 Schülerinnen und Schüler aus den Ortsteilen Berus, Felsberg und Altforweiler in neun Klassen. Die angeschlossene FGTS wird vom DRK-Kreisverband Saarlouis betrieben.
Pädagogisches Konzept
Das pädagogische Konzept setzt nach Angaben der Mitteilung auf Selbstbestimmung und Mitgestaltung. Im offenen Mittagsband entscheiden die Kinder selbst, wann sie nach Schulschluss essen, ihre Hausaufgaben erledigen oder spielen. Zwischen 15 und 17 Uhr ergänzen verschiedene Angebote den Nachmittag.
Stimmen der Minister
Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot sagte
„Kinder brauchen Räume, in denen sie lernen, spielen, Freundschaften schließen und ihre eigenen Interessen entdecken können. Ein guter Ganztag bietet dafür vielfältige Möglichkeiten, stärkt individuelle Fähigkeiten und leistet einen wichtigen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit. Mit dem Neubau in Überherrn schaffen wir eine moderne, kindgerechte Umgebung, die pädagogische Qualität und gute räumliche Bedingungen miteinander verbindet. Damit investieren wir in einen Ganztag, der allen Kindern unabhängig von ihrer Herkunft gute Bildungs- und Entwicklungschancen eröffnet.“
Innenminister Reinhold Jost erklärte
„Mit dem Neubau der Ganztagsschule investieren wir in gute Lern- und Lebensbedingungen für die Kinder und entlasten zugleich die Gemeinde bei einer wichtigen Zukunftsaufgabe. Mit der Unterstützung helfen wir, die räumlichen Voraussetzungen für einen Ganztag zu schaffen, der den Bedürfnissen der Kinder gerecht wird. Moderne, barrierefreie Räume bieten Platz zum Lernen und Spielen.“
Hintergrund: Rechtsanspruch auf Ganztagsförderung
Mit dem Schuljahr 2026/2027 startet der Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung für Kinder im Grundschulalter. Er gilt zunächst für Kinder der ersten Klassenstufe und wird anschließend jährlich um eine Klassenstufe erweitert.
Das Saarland baut die Ganztagsangebote dafür gemeinsam mit den Kommunen weiter aus. Mit dem Investitionsprogramm Ganztagsausbau stehen insgesamt rund 47 Millionen Euro zur Verfügung.



