St. Ingbert

Freiherr-vom-Stein-Medaille: Innenminister Jost ehrt fünf Kommunalpolitiker aus dem Saarpfalz-Kreis

Auszeichnung für Imelda Frenzel, Arnulf Fricker, Klaus Dietmar Hussong und Bernhard Welsch – Dr. Michael Rinck posthum geehrt

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Aktuelles aus St. Ingbert Ehrung für kommunales Engagement mit „Freiherr-vom-Stein-Medaille“: Fünf Persönlichkeiten aus dem Saarpfalz-Kreis ausgezeichnet
Aktuelles aus St. Ingbert | Bild: Stadt St. Ingbert

Innenminister Reinhold Jost hat am 2. November 2026 die Freiherr-vom-Stein-Medaille an vier Kommunalpolitiker aus dem Saarpfalz-Kreis verliehen. Eine fünfte Medaille ging posthum an Dr. Michael Rinck aus St. Ingbert-Hassel.

Innenminister Reinhold Jost hat am 2. November 2026 die Freiherr-vom-Stein-Medaille an fünf Persönlichkeiten aus dem Saarpfalz-Kreis verliehen. Ausgezeichnet wurden Imelda Frenzel (Gersheim-Medelsheim), Arnulf Fricker (Bexbach-Niederbexbach), Klaus Dietmar Hussong (Gersheim-Rubenheim) und Bernhard Welsch (Gersheim-Bliesdalheim). Dr. Michael Rinck aus St. Ingbert-Hassel wurde posthum geehrt.

Minister würdigt Engagement

In seiner Laudatio sagte Jost

„Die Persönlichkeiten, die ich heute mit der Freiherr-vom-Stein-Medaille auszeichnen darf, haben einen bedeutenden Teil ihres Lebens in den Dienst der Gesellschaft gestellt. Im Fall von Dr. Michael Rinck kann man mit Fug und Recht sagen, dass er sogar sein gesamtes Wirken dieser Aufgabe gewidmet hat. Ich möchte ihm und seiner Familie daher meinen tief empfundenen Dank, den größten Respekt und die höchste Anerkennung für seinen großartigen Einsatz aussprechen.“

Zusammenfassend sagte der Minister

„Alle Geehrten haben sich durch ihre teilweise jahrzehntelange Tätigkeit in der Kommunalpolitik herausragende Verdienste erworben. Mit großem Engagement und Leidenschaft haben sie sich für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger eingesetzt. Menschen, die Zeit und Energie investieren, um aktiv an einem guten Miteinander zu arbeiten, bilden das Rückgrat unserer Gesellschaft.“

Landrat John erklärte

„Den Trägerinnen und Trägern der Freiherr-vom-Stein-Medaille geht und ging es immer um das Gemeinwohl. Über Jahrzehnte engagierten sie sich weit über ihre kommunalpolitischen Funktionen hinaus für die Menschen in ihren Orten. Sie sind Visionäre mit Gestaltungsbegeisterung, Kompromissfähigkeit und Durchhaltevermögen. Ihr Tun, das oft mit Einschränkungen für die Familien verbunden ist, ist für den Kreis ein wertvolles Geschenk für eine lebenswerte Heimat. Mein Dank und meine Wertschätzung gelten deshalb ihnen und ihren Familien.“

Die Geehrten

Imelda Frenzel

Frenzel war von 2003 bis 2024 Mitglied im Ortsrat Medelsheim-Seyweiler und von 2009 bis 2024 Ortsvorsteherin von Medelsheim. Von 2014 bis 2019 gehörte sie dem Gemeinderat Gersheim an.

Sie ist Vorsitzende des Kirchenchores St. Cäcilia Medelsheim. Im Senioren- und Behindertenbeirat der Gemeinde Gersheim vertritt sie die Interessen dieser Gruppen. Laut Mitteilung initiierte sie die Deutsch-Französische Freundschaft unter anderem durch die Schaffung eines grenzüberschreitenden Freundschaftsparcours. Zudem rief sie die Hobbymesse in Medelsheim ins Leben und setzte sich für die Restaurierung von Wegkreuzen und der Kreuzwegstation ein. Im Oktober 2025 erhielt sie bereits die Kommunale Ehrenamtsauszeichnung.

Arnulf Fricker

Fricker war von 1989 bis 1996 sowie von 1999 bis 2023 Mitglied im Ortsrat von Niederbexbach. Von 2002 bis 2023 war er Ortsvorsteher. Er ist im SPD-Ortsverein Niederbexbach und im Vorstand des SPD-Stadtverbandes Bexbach aktiv.

Er förderte nach Angaben des Ministeriums das Brauchtum, insbesondere die Kirmes und den Pfingstquack. Er wirkte an Veranstaltungen wie Maibaumsetzen, Dorffest, Seniorenfeiern, Adventsmarkt und Martinsumzug mit. Hervorgehoben wird die Organisation der Feierlichkeiten zum 700-jährigen Bestehen des Ortsteils im Jahr 2010, darunter Festkommers, Festumzug und Marktspektakel.

In der Dorfentwicklung realisierte er 2021 den Bau eines Bürgergartens und leitete ein Dorfentwicklungskonzept mit den Schwerpunkten Bauen und Wohnen, Tourismus, Energie und Umwelt. Zum Neubau der Bliesbrücke am Betzenweg trug er laut Mitteilung wesentlich bei.

Klaus Dietmar Hussong

Hussong war von 1995 bis 2014 Ortsvorsteher von Rubenheim und Mitglied im Ortsrat. Von 2004 bis 2024 gehörte er dem Gemeinderat Gersheim an, von 2015 bis 2019 war er Ehrenamtlicher Beigeordneter der Gemeinde. Seit 1998 führt er den Vorsitz des CDU-Ortsverbandes.

Als Ortsvorsteher setzte er sich für den Bau eines Buswartehäuschens in Sandsteinoptik ein. An der Umgestaltung der Naherholungsanlage Rohrentalweiher war er nach Angaben des Ministeriums wesentlich beteiligt. Für die Gründung eines Jugendclubs in Rubenheim machte er sich stark und unterstützte die Jugend beim Umbau eines ehemaligen Schulraums.

Dr. Michael Rinck (posthum)

Rinck gehörte von 1989 bis 2019 dem Ortsrat von Hassel an. Von 1994 bis 2019 war er Vorsitzender der CDU-Fraktion im Ortsrat, von 1994 bis 2022 Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Hassel.

Er war Mitglied im Pfarreirat der Pfarrgemeinde Heiliger Martin und vertrat Hassel im Verwaltungsrat der Pfarrgemeinde. Gemeinsam mit Michaela Osthof war er dort für die Ausarbeitung des Theaterstücks „Judas“ mit anschließender Diskussionsrunde und dessen Bekanntmachung verantwortlich.

Seit 2022 führte er den Vorsitz beim Ökumenischen Caritasverband Hassel. Dort initiierte er Seniorenkurse und hielt Fachvorträge zu Parkinson, Demenz, Assistiertem Suizid und Schmerzbekämpfung. Von 2020 bis 2024 arbeitete er in der unabhängigen Expertenkommission des Saarländischen Landtags mit, die vom Beauftragten für jüdisches Leben im Saarland und gegen Antisemitismus einberufen wurde. In Hassel setzte er sich für den Erhalt des Wildparks, die Neugestaltung des Dorfplatzes und die Nutzung des „Fröschenpfuhls“ ein.

Bernhard Welsch

Welsch war von 1989 bis 2024 Mitglied des Ortsrats von Bliesdalheim und von 2015 bis 2024 Ortsvorsteher. Seit 2015 ist er CDU-Ortsverbandsvorsitzender. Dem Gemeinderat Gersheim gehörte er von 2004 bis 2014 und von 2015 bis 2019 an. Seit 35 Jahren führt er den Vorsitz des Angelsportvereins Bliesdalheim. Im Oktober 2025 erhielt er die Kommunale Ehrenamtsauszeichnung.

Welsch initiierte die Errichtung des Dorfplatzes in der Mitte von Bliesdalheim. Zudem baute er einen Pavillon mit Grillplatz und Pizzaofen am Spielplatz.

Hintergrund zur Auszeichnung

Das Saarland verleiht die Freiherr-vom-Stein-Medaille an Bürgerinnen und Bürger, die sich um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht haben. Der saarländische Ministerpräsident stiftete sie am 14. September 1989. Ausgezeichnet werden alle zwei Jahre Personen, die sich bei ihrer ehrenamtlichen kommunalpolitischen Tätigkeit oder ihrem Amt besondere Verdienste um die kommunalpolitische Selbstverwaltung erworben haben.

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