Ferdinand Knauß liest in St. Ingbert aus „Der gelähmte Westen“

Literaturforum und Stadtbücherei laden am 29. Oktober zur Buchvorstellung des gebürtigen St. Ingberters ein – Eintritt frei

Aktuelles aus St. Ingbert | Bild: Stadt St. Ingbert Lesung „Der gelähmte Westen. Chronik einer Selbstaufgabe“ mit Ferdinand Knauß

Das St. Ingberter Literaturforum und die Stadtbücherei veranstalten am Donnerstag, 29. Oktober, um 19.30 Uhr eine Lesung mit dem Journalisten Ferdinand Knauß. Er stellt sein Buch „Der gelähmte Westen. Chronik einer Selbstaufgabe“ vor.

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Das St. Ingberter Literaturforum und die Stadtbücherei St. Ingbert veranstalten am Donnerstag, 29. Oktober, um 19.30 Uhr eine Lesung mit Ferdinand Knauß. Der Autor stellt sein Buch „Der gelähmte Westen. Chronik einer Selbstaufgabe“ vor. Der Eintritt ist frei.

Anmeldung bei der Stadtbücherei

Laut Mitteilung ist eine Anmeldung bei der Stadtbücherei vorgesehen:

  • Telefon: 06894/9225711
  • E-Mail: stadtbuecherei@st-ingbert.de

Zum Autor

Knauß ist in St. Ingbert aufgewachsen und lebt heute in Düsseldorf. Er studierte Geschichte und Japanologie in Düsseldorf, Nantes und Tokio. Er arbeitete unter anderem für die Wirtschaftswoche und das Handelsblatt. Derzeit ist er Redakteur der Zeitschrift Cicero. Zuletzt erschien von ihm das Buch „Merkel am Ende“ (2018).

Worum es in dem Buch geht

Nach Angaben der Ankündigung greift Knauß darin die Frage auf, wie es um das westliche Gesellschaftsmodell steht. Diesem sei bereits vor über hundert Jahren der Untergang vorhergesagt worden. Erst heute schwinde sein Einfluss tatsächlich. Das Buch fragt, ob diejenigen, die am lautesten darüber klagten, nicht selbst die Saat für den Verfall gesät hätten.

Dass die liberalen Demokratien der westlichen Welt zunehmend unter Druck geraten, werde häufig festgestellt. Verantwortlich gemacht würden neben der wachsenden Macht autoritärer Staaten hierzulande vor allem populistische Bewegungen. Knauß greife diese Erklärung nach Angaben der Ankündigung zu kurz.

Thesen des Autors

Knauß verfolgt den Beginn des Niedergangs laut Ankündigung mehr als fünf Jahrzehnte zurück. Er sieht ihn im Konflikt zwischen der Kriegsgeneration und ihren Kindern, den „Achtundsechzigern“. Deren akademische Wortführer hätten nicht nur die Aufarbeitung historischer Schuld gefordert, sondern auch den Aufstand gegen das westliche Gesellschaftsmodell propagiert.

Dieser Aufstand habe sein Ziel zunächst nicht erreicht. Mit dem „Marsch durch die Institutionen“ seien die erklärten Gegner des Westens jedoch an die Schaltstellen der Macht gelangt. Seither beanspruchten sie die Deutungshoheit. Nach dieser Darstellung soll die liberale Demokratie nicht mehr als Regelwerk einer pluralistischen Gesellschaft dienen, sondern als moralische Blaupause zur Durchsetzung universeller Ziele. Dieser Anspruch drohe zunehmend an der Realität zu scheitern.

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