Homburg

Vortrag im Römermuseum Schwarzenacker widmet sich dem Reisen im Barock

Reihe „K&K. Kunstgeschichte trifft Kammerzofe“ behandelt am 29. Oktober Kutschfahrten und die Flucht eines Herzogs

Homburg: Homburg Panorama, Homburg Marktplatz 01 2012-06-05

Das Römermuseum Schwarzenacker und das Kulturmanagement des Saarpfalz-Kreises laden am Donnerstag, 29. Oktober, zu einem Vortrag über das Reisen im Barock ein. Der Eintritt ist frei.

Toyota Scheidt

Das Römermuseum Schwarzenacker veranstaltet am Donnerstag, 29. Oktober, um 19 Uhr einen Vortrag über das Reisen in der Zeit des Barock. Der Abend trägt den Titel „Hin und weg“ und ist Teil der Vortragsreihe „K&K. Kunstgeschichte trifft Kammerzofe“. Der Eintritt ist frei.

Referentinnen und Kooperation

Die Reihe veranstaltet das Römermuseum gemeinsam mit dem Kulturmanagement des Saarpfalz-Kreises. Kammerzofe Henrietta, dargestellt von Monika Link, und die Kunsthistorikerin Dr. Jutta Schwan beleuchten nach Angaben der Veranstalter aus unterschiedlichen Perspektiven, welche Bedeutung das Reisen am Pfalz-Zweibrücker Hof hatte und welche Herausforderungen damit verbunden waren.

Kammerzofe Henrietta berichtet dabei von Erlebnissen und Gepflogenheiten am Hof. Dr. Jutta Schwan ordnet die historischen Hintergründe kunsthistorisch ein.

Beschwerliches Reisen im 18. Jahrhundert

Laut Ankündigung galt die lange Kutschfahrt im 18. Jahrhundert nicht als romantisch, sondern als strapaziös. Genannt werden:

  • rumpelige und aufgeweichte Straßen
  • harte Sitze
  • Kälte und Hitze
  • unangenehme Reisegenossen
  • Schmutz und schlechte Luft
  • Achsenbrüche
  • Krankheit
  • im schlimmsten Fall geplante Kutschenüberfälle

Auch Wolfgang Amadeus Mozart klagte demnach auf seinen Reisen durch Europa wiederholt über die unbequemen Sitze der Postkutschen.

Reisen am herzoglichen Hof

Auch für die herzogliche Familie gehörten Reisen zum Alltag. Aufenthalte in Jagd- und Sommerschlössern mussten ebenso sorgfältig vorbereitet werden wie längere Reisen nach Paris, wo der Herzog ein eigenes Stadtpalais besaß.

Hofmaler Johann Christian Mannlich wurde auf die sogenannte „Grand Tour“ nach Italien geschickt. Er sollte berühmte Kunstwerke studieren, kopieren und neue Inspirationen sammeln.

Flucht in der Französischen Revolution

Nicht jede Reise war freiwillig. Herzog Karl II. August von Pfalz-Zweibrücken entging in den Wirren der Französischen Revolution einer drohenden Gefahr. Er wurde gewarnt und floh gemeinsam mit seiner Gemahlin per Kutsche nach Mannheim.

Veranstaltungsort und Zeit

Der Vortrag findet am Donnerstag, 29. Oktober, um 19 Uhr im Römermuseum Schwarzenacker statt.

Bildquellen

  • Überblendung (2 Motive): Homburg Panorama, Homburg Marktplatz 01 2012-06-05: TeKaBe / CC BY-SA 4.0; atreyu / CC BY-SA 3.0

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