Kommandowechsel beim 3. Minensuchgeschwader in Kiel-Wik

Fregattenkapitän Daniel Reuter übernimmt von Inka von Puttkamer, die ins Bundesverteidigungsministerium nach Berlin wechselt

Homburg: Homburg Marktplatz 01 2012-06-05, Wasserbüffelherde Beeden

Im Marinestützpunkt Kiel-Wik hat Flottillenadmiral Christian Walter Meyer das Kommando über das 3. Minensuchgeschwader an Fregattenkapitän Daniel Reuter übergeben. Vorgängerin Inka von Puttkamer wechselt nach Berlin.

Gevita Tagesresidenz

Im Marinestützpunkt Kiel-Wik hat es einen Kommandowechsel beim 3. Minensuchgeschwader gegeben. Der Kommandeur der Einsatzflottille 1, Flottillenadmiral Christian Walter Meyer, übergab das Kommando von Fregattenkapitän Inka von Puttkamer an Fregattenkapitän Daniel Reuter.

Inka von Puttkamer wechselt auf eine neue Aufgabe im Bundesverteidigungsministerium in Berlin. Flottillenadmiral Meyer wünschte ihr dafür viel Erfolg.

Gast aus Homburg

Der 2. Vorsitzende der Marinekameradschaft (MK) Homburg e.V., Dietrich Peter Kleine, folgte einer Einladung von Flottillenadmiral Meyer und reiste zur Übergabe nach Kiel-Wik. Er dankte der scheidenden Kommandeurin für die Verbundenheit zur Homburger Marinekameradschaft und zur Patenstadt des Minenjagdbootes (MjB) HOMBURG. Dem neuen Kommandeur wünschte er viel Erfolg.

Beim Empfang nach der Übergabe gratulierte Kleine im Namen der Marinekameradschaft und im Auftrag von Oberbürgermeister Michael Forster Fregattenkapitän Reuter zum neuen Kommando. Inka von Puttkamer dankte er auch für ihre Einsatzzeit auf dem MjB HOMBURG. Kleine überreichte beiden Fregattenkapitänen Schreiben und Geschenke des Oberbürgermeisters.

Erste Frau in diesen Positionen

Inka von Puttkamer war von Juni 2013 bis März 2016 als erste Frau in der Deutschen Marine Kommandantin einer schwimmenden Einheit, des Homburger Patenbootes MjB HOMBURG. Ab März 2024 führte sie als erste Frau in der Deutschen Marine einen Kampfverband, das 3. Minensuchgeschwader.

Die Marinekameradschaft Homburg hielt in dieser Zeit nach eigenen Angaben stets Kontakt zu ihr. Im vergangenen Jahr war von Puttkamer mit der Kommandantin der HOMBURG, Kapitänleutnant Cornelia Just, und Teilen der Besatzung in Homburg.

Reden bei der Zeremonie

Inka von Puttkamer dankte den anwesenden Kameradinnen und Kameraden für ihre Teilnahme und hob unter anderem die weiten Anreisen aus Weilheim und Homburg hervor. In ihrer Rede wies sie darauf hin, dass der Soldatenberuf besondere Belastungen mit sich bringe, darunter Verantwortung, Entbehrung, Unsicherheit und Zumutungen, bis hin zum Einsatz des eigenen Lebens für andere. Sie führte aus, dass im Wort „Zumutung“ zugleich das Wort „Mut“ stecke. Mut entstehe, wenn Menschen sich Herausforderungen stellten, obwohl diese mit besonderen Anforderungen verbunden seien.

Flottillenadmiral Meyer dankte von Puttkamer für ihre Leistungen in den vergangenen zweieinhalb Jahren. Er nannte insbesondere die Internationalisierung der Übung Baltic Mine Counter Measures in der Ostsee. Zudem habe sie maßgeblichen Anteil an der Weiterentwicklung des Einsatzes unbemannter Systeme gehabt.

Der neue Kommandeur Daniel Reuter dankte in seiner Antrittsrede von Puttkamer für die freundschaftliche Kommandoübergabe. Er stellte heraus, dass das Geschwader vor großen technologischen und organisatorischen Veränderungen stehe.

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