Homburger Lesezeit startet mit Dr. Norbert Fritsch in neue Saison

Ehemaliger Zoodirektor eröffnet Reihe „VIPs lesen vor“ – Beigeordneter Scheidweiler dankt Organisationsteam

Aktuelles aus Homburg

Die Homburger Lesezeit ist mit einer Lesung von Dr. Norbert Fritsch in ihre neue Saison gestartet. Bis März 2027 sind 16 weitere Veranstaltungen geplant.

Anzeige AWO Sulzbach

Die neue Saison der Homburger Lesezeit ist am vergangenen Dienstagabend eröffnet worden. Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe war Dr. Norbert Fritsch zu Gast in der Galerie im Kulturzentrum Saalbau. Der langjährige Direktor des Neunkircher Zoos stellte sein Lieblingsbuch „Kein Platz für wilde Tiere“ von Bernhard Grzimek vor.

Beigeordneter würdigt Engagement

Beigeordneter Philipp Scheidweiler begrüßte die Gäste zur Eröffnung und betonte die Bedeutung der Reihe für das kulturelle Leben der Stadt.

„Die Lesezeit ist aus dem Veranstaltungskalender der Stadt Homburg nicht mehr wegzudenken. Sie ist über die Jahre gewachsen – und mit ihr auch das Publikum. Viele Besucherinnen und Besucher sind längst treues Stammpublikum“, sagte Scheidweiler.

Mit insgesamt 16 Veranstaltungen bietet die Homburger Lesezeit bis März kommenden Jahres nach Angaben der Stadt erneut ein Programm. Laut Scheidweiler fügt sich die Reihe in den städtischen Veranstaltungskalender ein: Nach dem Musiksommer auf dem Marktplatz richte sich der Blick nun auf Literatur, Geschichten und Begegnungen.

„Ich freue mich deshalb ganz besonders, dass wir als Stadt Homburg diese Veranstaltung unterstützen dürfen. Wir stellen die Rahmenbedingungen, etwa durch Zuschüsse und Räumlichkeiten. Entscheidend ist aber, dass Menschen mit sehr viel Herzblut und Elan diese Reihe organisieren“, betonte der Beigeordnete.

Sein Dank galt dem Organisationsteam rund um Jutta Bohn, Ingrid Braun, Ute Müller und Nadja Haas. Die Homburger Lesezeit wird seit vielen Jahren ehrenamtlich organisiert.

„Dass diese Veranstaltungsreihe jedes Jahr aufs Neue auf die Beine gestellt wird, ist alles andere als selbstverständlich. Deshalb gilt dem gesamten Organisationsteam mein herzlicher Dank für dieses ehrenamtliche Engagement“, so Scheidweiler.

Organisatorin kündigt neues Programm an

Jutta Bohn, die die Homburger Lesezeit seit vielen Jahren organisiert, zeigte sich zur Eröffnung erfreut über das neue Programm. Sie kündigte bekannte Gesichter sowie neue Gäste und Themen an. Besonders am Herzen liegt dem Organisationsteam die Reihe „VIPs lesen vor“, mit der Persönlichkeiten aus Homburg und der Region ihre Lieblingsbücher vorstellen.

„Wir haben in dieser Saison wieder ein interessantes Programm zusammengestellt. Über die bekannten Geschichten und die neuen Gäste freuen wir uns gleichermaßen“, sagte Bohn.

Ehemaliger Zoodirektor als Gastredner

Dr. Norbert Fritsch leitete 25 Jahre lang den Neunkircher Zoo, bevor er im Frühjahr 2026 in den Ruhestand ging. Sein berufliches Leben war über Jahrzehnte mit dem Natur- und Artenschutz verbunden.

Mit „Kein Platz für wilde Tiere“ griff Fritsch ein Werk auf, das ihn bereits in jungen Jahren geprägt hat. Bernhard Grzimek, Zoologe, Tierfilmer und Naturschützer, veröffentlichte das Buch 1954. Nach Einschätzung Fritschs hat die zentrale Botschaft des Buches bis heute nichts an Aktualität verloren.

„Das Thema ist immer noch aktuell – und es ist nicht besser geworden. Wir können im Naturschutz durchaus Erfolge verzeichnen, aber trotzdem verschwinden viele andere Arten einfach unbemerkt. Das geht nicht nur bei uns in Europa so, sondern auf der ganzen Welt“, erklärte Fritsch.

In seiner Lesung nahm er die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine Reise durch Grzimeks Schilderungen Afrikas und verband die Passagen des Buches mit eigenen Erfahrungen und Hintergrundinformationen. Die Fernsehsendungen „Ein Platz für wilde Tiere“ hätten ihn und viele seiner Generation früh mit dem Thema Natur- und Artenschutz in Berührung gebracht.

Persönlicher Einblick durch Buchauswahl

Scheidweiler sieht in der Reihe „VIPs lesen vor“ einen besonderen Reiz.

„Ich finde es besonders interessant, einmal herauszufinden, welche Bücher Menschen aus unserer Stadt und der Region geprägt haben. Das gibt uns einen ganz persönlichen Einblick in die Persönlichkeiten, die wir aus dem gesellschaftlichen Leben kennen“, sagte Scheidweiler.

Die Homburger Lesezeit wird bis März 2027 fortgesetzt. Auf dem Programm stehen Autorenlesungen, literarische Themenabende und weitere Veranstaltungen der Reihe „VIPs lesen vor“. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei. Das vollständige Programm mit allen Terminen und Örtlichkeiten liegt in den städtischen Einrichtungen aus und ist zudem unter www.homburg.de abrufbar.

Artikel teilen


AsiaRestaurant SongLong Friedrichsthal

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Nach oben scrollen