Homburg

Homburg: Zweite Ausstellung zum „Kunstgedächtnis der Stadt“ eröffnet

Oberbürgermeister Michael Forster und Kuratorin Dr. Françoise Mathis-Sandmaier stellen in der Kleinen Galerie des Stadtarchivs Werke von zehn Künstlerinnen und Künstlern vor

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Aktuelles aus Homburg Das Kunstgedächtnis der Stadt Homburg – Teil 2 - Oberbürgermeister Michael Forster eröffnete neue Ausstellung in der Kleinen Galerie des Stadtarchivs
Oberbürgermeister Michael Forster mit Kuratorin Dr. Françoise Mathis-Sandmaier bei seiner Begrüßung der Gäste im Stadtarchiv. | Bild: Stadt Homburg

In der Kleinen Galerie des Stadtarchivs Homburg ist „Das Kunstgedächtnis der Stadt Homburg – Teil 2" eröffnet worden. Gezeigt werden Werke von zehn Künstlerinnen und Künstlern aus dem städtischen Besitz.

In der Kleinen Galerie im Stadtarchiv der Stadt Homburg in der Kaiserstraße ist die Ausstellung „Das Kunstgedächtnis der Stadt Homburg – Teil 2″ eröffnet worden. Oberbürgermeister Michael Forster eröffnete sie gemeinsam mit der Kuratorin Dr. Françoise Mathis-Sandmaier.

Forster begrüßte zu Beginn zahlreiche Gäste, darunter den Beigeordneten Peter Fuchs, mehrere Ratsmitglieder, Homburger Künstlerinnen und Künstler sowie Angehörige aus den Familien der ausgestellten Künstler.

Dank und Verpflichtung

Forster erinnerte an die Eröffnung der Galerie und den ersten Teil der Ausstellung vor gut drei Jahren. Er dankte dem Abteilungsleiter des Stadtarchivs, Michael Emser, der auch die Idee für die Galerie im Erdgeschoss des ehemaligen Rathauses hatte. Zudem dankte er der Kuratorin für ihr Engagement bei der Zusammenstellung der Werke und bei der Recherche zu den Künstlerinnen und Künstlern, die sie gemeinsam mit dem Team des Stadtarchivs leistete.

„Ich sehe es als Verpflichtung an, ein Kunstgedächtnis zu erstellen, um die Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern auch aus vergangenen Zeiten zu zeigen“

Das sagte der Oberbürgermeister.

Einführung durch die Kuratorin

Mathis-Sandmaier führte anschließend in die Ausstellung ein. Sie wies darauf hin, dass die Kunstsammlung im früheren Schloss Karlsberg mit rund 2.500 Werken legendär gewesen, durch die Folgen der Französischen Revolution jedoch zerstreut worden sei. Die Sammlung des Stadtarchivs sei nicht ganz so groß. Das Archiv verwahre seit 1983 die im Eigentum der Stadt befindlichen Werke Homburger Künstlerinnen und Künstler.

Die Kuratorin ging auf die zehn Künstlerinnen und Künstler sowie ihre Bezüge zu Homburg ein. Einzelne der in insgesamt drei Räumen ausgestellten Werke erläuterte sie genauer:

  • Erwin Steitz bezeichnete sie als „Virtuosen des schwerelosen Strichs“.
  • Ludwig August Deppe, in Beeden geboren, wurde demnach vor allem durch die Gestaltung von Kirchenfenstern bekannt.
  • Das künstlerische Hauptthema von Heinrich Fernau, der in Bochum geboren wurde und in den 1960er-Jahren nach Homburg kam, sei „die existenzielle Bedrohung der Menschheit“ gewesen.
  • In den Werken von Hans Eugen Schwender, der in den 1940er-Jahren in der Nähe des Konzentrationslagers Auschwitz lebte, klängen die Traumata seiner Jugend nach.

Besonders ging Mathis-Sandmaier außerdem auf Hermann Theophil Juncker und Albert Fürst ein. Juncker, Jahrgang 1929, ist der jüngste aktuell ausgestellte Künstler.

Einflüsse auf Künstlergruppen in Westdeutschland

Die Kuratorin schilderte zudem die Einflüsse der Künstlerinnen und Künstler aus Homburg und dem Saarland mit ihren französischen Bezügen auf Künstlergruppen in Westdeutschland. Albert Fürst pflegte als Mitglied der „neuen gruppe saar“ intensive Kontakte nach Düsseldorf. Dort lebte er von 1983 bis zu seinem Tod 2014.

„Die Künstlerinnen und Künstler leben in ihren Werken fort.“

Dies zu zeigen, sei Aufgabe des „Kunstgedächtnisses“ der Stadt, sagte Mathis-Sandmaier abschließend. Nach der Einführung sahen sich die Gäste in der Galerie um und tauschten sich aus.

Öffnungszeiten

Die Kleine Galerie in der Kaiserstraße 41 ist mittwochs von 14 bis 18 Uhr und donnerstags von 9 bis 13 Uhr geöffnet, außerdem nach Vereinbarung. Das Stadtarchiv ist unter der Telefonnummer (06841) 994625 erreichbar.

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