Die Psychosozialen Projekte Saarpfalz (PSP) haben das 30-jährige Bestehen ihrer Besonderen Wohnform gefeiert. Gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern, Mitarbeitenden, ehemaligen Wegbegleitern sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung blickten sie auf die Entwicklung des Angebots zurück.
Unter den Gästen waren nach Angaben der PSP der Homburger Beigeordnete Philipp Scheidweiler, Susanne Kasztantowicz vom Ministerium für Soziales, Frauen und Gesundheit sowie Dr. Hans Wollny, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung.
Von sechs Wohnplätzen zum Neubau
PSP-Geschäftsführer Horst Schneider erinnerte an die Anfänge: „Am 1. Oktober 1996 ging es los.“ In der Storchenstraße entstanden zunächst sechs Wohnplätze. Ein Jahr später kam das Haus in der Kaiserstraße hinzu. Seitdem wurde das Angebot nach Angaben der PSP kontinuierlich weiterentwickelt.
„Über die 30 Jahre haben wir rund 65 Menschen begleitet, die bei uns gewohnt haben.“
Bei etwa einem Drittel sei der Schritt in ein selbstständigeres Leben gelungen, so Schneider. Die Anforderungen hätten sich verändert: Heute leben sowohl ältere Menschen als auch jüngere psychisch Erkrankte im Angebot. „Daran kann man sehen, dass sich auch unsere Arbeit anpassen muss“, sagte Schneider.
Ein Meilenstein war laut PSP der Neubau in der Uhlandstraße im Zentrum Homburgs. Er bietet zwölf stationäre Wohnplätze und sechs Apartments. Zudem wurde das Angebot für jüngere psychisch erkrankte Menschen erweitert.
Scheidweiler: Menschen gehören in die Mitte der Gesellschaft
Beigeordneter Scheidweiler würdigte bei der Feier den Mut der PSP, diese Entwicklung voranzutreiben. „Wir feiern heute 30 Jahre Besondere Wohnform. Das ist natürlich nur ein Teil der Leistungen, die unter dem Dach der PSP in Homburg gelebt werden“, sagte er. Er habe die PSP in den vergangenen Jahren bei vielen Veranstaltungen und Projekten kennengelernt und dabei immer wieder ein besonderes Engagement erlebt.
Zum Neubau sagte Scheidweiler
„Der Neubau hat uns als Stadt Homburg gleich aus zwei Gründen sehr gefreut: wegen seiner Lage mitten in der Stadt und weil die PSP den Mut hatte, diese Investition anzugehen.“
Die zentrale Lage sei ein wichtiges Zeichen. Menschen mit psychischen Erkrankungen gehörten selbstverständlich in die Mitte der Gesellschaft. „Früher wurden solche Wohnangebote eher in den Randbezirken einer Stadt zentralisiert. Wenn wir über echte Teilhabe sprechen, gehören Menschen mit psychischen Erkrankungen mitten in die Gesellschaft – und genau das wird mit diesem Wohnhaus auch räumlich sichtbar“, so Scheidweiler.
Breites Angebot der PSP
Die Besondere Wohnform macht laut Scheidweiler nur einen Teil der Arbeit der PSP aus. Die Angebote reichen demnach von psychosozialer Beratung über Wohnen und berufliche Teilhabe bis zu Tagesgestaltung und Unterstützung im Bereich der Gerontopsychiatrie. „Die Arbeit der PSP ist für das gesellschaftliche Leben unserer Stadt sehr wichtig“, sagte der Beigeordnete.
Dank an Wegbegleiter
Schneider dankte bei der Feier den Wegbegleitern, darunter der Stadt Homburg, dem Ministerium, dem Landkreis und den Finanzierungspartnern. Besonders richtete sich sein Dank an die aktuellen und ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der PSP. „Die machen die tägliche Arbeit – mit sehr viel Engagement“, sagte er. Bei allen baulichen Entwicklungen und organisatorischen Rahmenbedingungen bleibe eines entscheidend: „Die Menschen, die hier arbeiten, leisten das Geschäft.“
Scheidweiler dankte der PSP für die langjährige Zusammenarbeit. „Wir können uns als Stadt glücklich schätzen, die PSP hier in Homburg zu haben“, sagte er. „Für Ihre Arbeit, Ihr Engagement und die vielen Menschen, denen Sie Unterstützung und neue Perspektiven geben, möchte ich Ihnen ganz herzlich danken.“







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