Das Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes und Intel Deutschland haben eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Ziel ist es, digitale Kompetenzen und den schulischen Umgang mit Künstlicher Intelligenz in der beruflichen Bildung zu stärken.
Über die Programme „Intel® Skills for Innovation“ und „Intel® AI For Youth“ erhalten Lehrkräfte zusätzliche Fortbildungsangebote und Unterrichtsmaterialien. Erste Kurse stehen laut Mitteilung bereits über die Onlineschule Saarland zur Verfügung.
Ministerin: Technologie soll Bildungszielen folgen
Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot äußerte sich zur Kooperation:
„Digitale Technologien und Künstliche Intelligenz verändern unsere Arbeitswelt – in der Industrie, im Handwerk und in kaufmännischen Berufen. Darauf müssen wir junge Menschen gut vorbereiten. Sie sollen neue Technologien nicht nur anwenden, sondern verstehen, Ergebnisse kritisch beurteilen und verantwortungsvoll mit ihnen umgehen können. Dafür müssen wir vor allem diejenigen stärken, die berufliche Bildung jeden Tag gestalten: unsere Lehrkräfte. Mit der Kooperation schaffen wir zusätzliche Fortbildungsmöglichkeiten und bringen praxisnahe Angebote direkt in unsere Schulen. Denn nicht die Technologie bestimmt unsere Bildungsziele – unsere Bildungsziele bestimmen, wie wir Technologie einsetzen. So machen wir junge Menschen fit für den Wandel und stärken zugleich die Fachkräfte von morgen.“
Sonja Pierer, Geschäftsführerin der Intel Germany Services GmbH, erklärte:
„Ein Prozessor ist nur so klug wie die Menschen, die mit ihm arbeiten. Deshalb ist Bildung für uns die Grundlage für alles, was danach kommt. Mit dieser Kooperation setzen wir uns bewusst konkrete, messbare Ziele – von der Fortbildung Tausender Lehrkräfte bis zu neuen Botschafterinnen und Botschaftern für digitale Bildung. Daran lassen wir uns gerne messen, Jahr für Jahr. Denn am Ende zählt nicht die bloße Absichtserklärung, sondern das, was danach im Schulalltag ankommt. Das Saarland zeigt heute, wie das gelingen kann.“
Zwei Programme im Mittelpunkt
Die Kooperation verbindet nach Angaben des Ministeriums Digitalisierung und Künstliche Intelligenz mit der Qualifizierung von Lehrkräften und der Fachkräftesicherung. An beruflichen Schulen würden technologische Veränderungen unmittelbar sichtbar, heißt es in der Mitteilung.
Zwei Programme stehen im Zentrum der Vereinbarung
- „Intel® Skills for Innovation“: deutschsprachige Fortbildungsangebote und Unterrichtsmaterialien zu digitalen Technologien, analytischem Denken und innovationsorientierten Lehr- und Lernformen
- „Intel® AI For Youth“: Vermittlung von Grundkompetenzen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz, darunter Machine Learning, Computer Vision, Chatbots sowie Entwicklung und Bewertung von KI-Modellen
Die Angebote sollen die bestehenden Fortbildungsstrukturen des Saarlandes ergänzen. Die deutschsprachigen Online-Inhalte lassen sich laut Mitteilung in einem Moodle-fähigen Format bereitstellen und damit in die digitale Bildungsinfrastruktur des Landes einbinden. Erste Kurse wurden bereits in der Onlineschule Saarland vorbereitet und können nach Unterzeichnung der Vereinbarung für Lehrkräfte freigeschaltet werden. Zusätzlich sind Präsenzfortbildungen vorgesehen.
Praxistest an den Günter-Wöhe-Schulen
Am Vormittag der Unterzeichnung arbeiteten Lehrkräfte an den Günter-Wöhe-Schulen für Wirtschaft bereits mit fünf Unterrichtspaketen aus dem Programm „Intel® Skills for Innovation“. Gemeinsam mit dem Bildungscampus Saarland zeigte Intel in Workshops, wie sich digitale Technologien und Lernformate im Unterricht einsetzen lassen.
Bei einem Rundgang informierten sich Bildungsministerin Streichert-Clivot und Sonja Pierer über die Workshops und sprachen mit teilnehmenden Lehrkräften.



Schreibe einen Kommentar