Deutsche Glasfaser verzichtet auf den geplanten Glasfaserausbau in Sulzbach/Saar. Das teilte das Unternehmen am 9. Oktober 2026 mit.
Kosten übersteigen Kalkulation
Nach Angaben des Unternehmens wurde die Umsetzung vor dem Hintergrund der derzeitigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen erneut geprüft. Die Analyse habe ergeben, dass ein eigenwirtschaftlicher Ausbau unter den aktuellen Voraussetzungen nicht darstellbar sei. Die zu erwartenden Kosten überstiegen die ursprüngliche Kalkulationsgrundlage deutlich, heißt es in der Mitteilung.
„Deutsche Glasfaser sieht zum aktuellen Zeitpunkt keine Möglichkeit, den Netzausbau in Sulzbach/Saar eigenwirtschaftlich umzusetzen“, sagt Anja Genetsch, Abteilungsleiterin kommunale Kooperationen bei Deutsche Glasfaser.
Vorab-Analyse vor jedem Projekt
Laut Unternehmen prüft Deutsche Glasfaser vor jedem Projekt die technische Machbarkeit und die Wirtschaftlichkeit. Zentrale Bestandteile sind demnach:
- eine vorgelagerte Nachfragebündelung, mit der das lokale Interesse ermittelt wird
- Maßnahmen zur genauen Baukostenkalkulation, etwa Befahrungen mit Mobile-Mapping-Fahrzeugen
Zudem prüfe das Unternehmen die Kostenstruktur unter Berücksichtigung von Preisentwicklung, Materialverfügbarkeit und Baukapazitäten.
Folgen für Interessenten
Interessenten, die einen Auftrag bei Deutsche Glasfaser eingereicht haben, erhalten nach Angaben des Unternehmens eine Information über den Rückzug aus dem Projekt. Den Kunden entstehen demnach keinerlei Verpflichtungen gegenüber Deutsche Glasfaser.







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