Forbach unterstützt Initiative für schnellere Bahnverbindung von Paris nach Deutschland

Als erste französische Stadt schließt sich Forbach der Initiative von Saarbrücken, Kaiserslautern und Mannheim/Ludwigshafen an – aus der „Zukunftsachse“ wird die „Axe d’Avenir“

Aktuelles aus Saarbrücken Artikeldetail (Presse)

Forbach hat sich als erste französische Stadt der Initiative für einen leistungsfähigeren Schienenkorridor zwischen Paris und Frankfurt am Main angeschlossen. Das teilten die Bürgermeister von Forbach und Saarbrücken mit.

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Forbach unterstützt als erste französische Stadt die Initiative von Saarbrücken, Kaiserslautern und Mannheim/Ludwigshafen für einen leistungsfähigeren Schienenkorridor zwischen Paris und Deutschland. Das teilten Forbachs Bürgermeister Alexandre Cassaro und Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt mit. Aus der „Zukunftsachse“ wird damit die deutsch-französische „Axe d’Avenir“.

Ziel: schnellere Verbindung bis Frankfurt am Main

Die Städte setzen sich dafür ein, die Schienenverbindung von Paris über Forbach, Saarbrücken, Kaiserslautern und Mannheim bis nach Frankfurt am Main leistungsfähiger und schneller zu machen. Den Anstoß hatten Saarbrücken, Kaiserslautern und Mannheim/Ludwigshafen Anfang September gegeben.

Ihre gemeinsame Forderung: Um den von der Europäischen Kommission vorgesehenen Hochgeschwindigkeitskorridor bis 2040 umzusetzen, müsse jetzt mit den Planungen begonnen werden.

Dabei sollen nach Angaben der Städte

  • bestehende Engpässe beseitigt,
  • die Kapazitäten erhöht und
  • die Bahnknoten entlang der Strecke gestärkt werden.

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Abschnitt zwischen Kaiserslautern und Mannheim. Für eine schnellere Querung des Pfälzerwalds sollen verschiedene Optionen geprüft werden, darunter alternative Streckenführungen wie ein Basistunnel.

Stimmen der Bürgermeister

Cassaro sagte

„Forbach ist eine Grenzstadt, vor allem aber eine europäische Stadt. Jeden Tag überqueren Menschen die Grenze, um zu arbeiten, zu studieren, sich weiterzubilden oder ganz selbstverständlich grenzüberschreitend zu leben. Unsere Verantwortung ist es, die Zukunft vorzubereiten und uns für die Infrastruktur einzusetzen, die unser gemeinsamer Lebensraum morgen braucht. Die Schiene spielt dabei eine zentrale Rolle. Eine leistungsfähigere Bahnverbindung nach Paris, Saarbrücken und Deutschland würde die Attraktivität Forbachs und der gesamten Region unmittelbar stärken. Forbach will sich daher aktiv in diese Initiative einbringen und gemeinsam mit seinen Partnern eine klare Zielsetzung für diese strategisch wichtige Achse verfolgen.“

Conradt sagte

„Mit Forbach bekommt unsere Initiative für den Ausbau der Schnellzugverbindung eine starke französische Stimme. Unsere beiden Städte zeigen jeden Tag, wie eng der Grenzraum bereits zusammengewachsen ist. Jetzt muss auch die Infrastruktur dieser Realität folgen. Die Bahnverbindung zwischen Paris und Deutschland ist nicht nur eine Verkehrsachse, sondern eine zentrale Verbindung für den gesamten deutsch-französischen Raum. Wenn Frankreich und Deutschland diese Verbindung gemeinsam voranbringen, kann daraus ein echtes europäisches Infrastrukturprojekt werden.“

Forderungen zur Streckensanierung

Mit Blick auf die anstehende Sanierung der Strecke zwischen Forbach und Ludwigshafen fordern die Städte, die betroffenen Kommunen frühzeitig in die Planungen einzubeziehen. Zugleich appellieren sie an die Deutsche Bahn, die Erreichbarkeit der Städte während der Arbeiten durch abschnittsweise Sperrungen möglichst sicherzustellen. Dadurch sollen auch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Sanierung begrenzt werden.

Weitere Partner gesucht

Die Städte auf beiden Seiten der Grenze wollen weitere französische und deutsche Kommunen, Regionen sowie Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft entlang der Strecke für die „Axe d’Avenir“ gewinnen. Außerdem wollen sie den Dialog mit der Région Grand Est sowie den zuständigen staatlichen Stellen in Frankreich intensivieren.

Ihr erklärtes Ziel: Nicht erst 2040 über die Schieneninfrastruktur der Zukunft sprechen, sondern die notwendigen Planungen und Entscheidungen jetzt auf den Weg bringen.

Der vollständige Forderungskatalog zur deutsch-französischen Zukunftsachse ist nach Angaben der Städte online auf der Webseite zur Zukunftsachse zu finden.

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