Linksfraktion fordert Transparenz beim geplanten Neubau der Sparkasse Saarbrücken

Fraktion verlangt Kostenoffenlegung, Prüfung von Alternativen und Bestandsgarantie für personenbesetzte Filialen

Die Linke im Regionalverband Saarbrücken: Luftbild des saarbrücker Schlosses, rech, Saarbruecken Schloss 2024

Die Linksfraktion im Regionalverband Saarbrücken fordert von der Sparkasse Saarbrücken Auskunft über Kosten und Alternativen zum geplanten Neubau am Neumarkt. Zudem verlangt sie Zusagen für das Filialnetz.

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Die Linksfraktion im Regionalverband Saarbrücken verlangt von der Sparkasse Saarbrücken Transparenz über den geplanten Neubau des Sparkassen-Gebäudes am Neumarkt. Das teilte die Fraktion am 29. September 2026 mit. Sie fordert Auskunft über die geplanten Kosten, über Alternativen zum Neubau und über die Folgen für die Kundinnen und Kunden.

Fraktion verweist auf öffentlichen Auftrag

„Die Sparkasse hat einen öffentlichen Auftrag und trägt eine besondere Verantwortung für die Versorgung der Menschen in der Region“, erklärte Jürgen Trenz, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion in der Regionalversammlung.

„Wer ein Jahrhundertprojekt ankündigt, muss auch offenlegen, welchen konkreten Nutzen es für die Sparkassen-Kundinnen und Kunden bringt. Moderne Arbeitsplätze allein reichen nicht aus. Entscheidend ist, dass die Sparkasse auch künftig in der Fläche erreichbar bleibt und persönliche Beratung nicht zum Luxus wird. Ein Neubauprojekt in dieser Größenordnung darf nicht zulasten der Menschen im Regionalverband gehen.“

Trenz forderte laut Mitteilung zudem

„Die Sparkasse muss offenlegen, wie hoch die Gesamtkosten einschließlich Finanzierung und Ausweichstandorten tatsächlich sind, ob der Neubau modernen Nachhaltigkeitsstandards entsprechen würde und warum eine Sanierung des bestehenden Gebäudes ausgeschlossen wurde.“

Sorge vor Folgen für das Filialnetz

Die Fraktion warnt davor, dass der Neubau zum Anlass für weitere Filialschließungen, kürzere Öffnungszeiten oder die Umwandlung von Filialen in reine SB-Standorte werden könnte. Ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen sowie Kundinnen und Kunden, die auf persönliche Beratung oder Bargeldversorgung angewiesen sind, dürften nach Ansicht der Fraktion nicht abgehängt werden.

Forderungen der Linksfraktion

Die Fraktion verlangt von der Sparkasse

  • eine nachvollziehbare Gegenüberstellung von Neubau, Sanierung und Teilumbau
  • die Offenlegung der vollständigen Projektkosten und der erwarteten Folgekosten
  • eine verbindliche Bestandsgarantie für die personenbesetzten Filialen im Regionalverband
  • keine weiteren Filialschließungen oder Umwandlungen in SB-Standorte ohne öffentliche Beratung
  • verlässliche Öffnungszeiten und persönliche Beratung vor Ort
  • die Zusicherung, dass die Baukosten nicht über höhere Kontoführungsgebühren oder zusätzliche Entgelte auf die Kundschaft abgewälzt werden
  • regelmäßige öffentliche Berichte über Baufortschritt, Kostenentwicklung und Auswirkungen auf das Filialnetz

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