Die Linke im Regionalverband Saarbrücken hat die vom Bund geplante Kürzung des Wohngelds scharf kritisiert. Sie bezeichnete das Vorhaben in einer Mitteilung vom 11. Oktober 2026 als „völlig indiskutabel“ und nachhaltig schädlich.
Warnung vor mehr Obdachlosigkeit
Sozialpolitiker Manfred Klasen erklärte
„Wenn die Leistungen gekürzt werden und ein Teil der Anspruchsberechtigten keine Leistungen mehr erhält, muss z.B. mit erhöhter Obdachlosigkeit gerechnet werden.“
Nach Darstellung Klasens wären zumindest Familien, auch mit Kindern, gezwungen, in zu kleine Wohnungen umzuziehen. Er verwies darauf, dass bezahlbare kleine Wohnungen knapp seien. Die Mieten dürften bei steigender Nachfrage weiter wachsen. Wie etwa Studierende ohne Bafög-Anspruch ein Zimmer bezahlen sollten, sei „gar nicht darstellbar“, so die Position der Linken.
Durchschnittlich 313 Euro Wohngeld
Der durchschnittliche Wohngeldbetrag lag zuletzt laut der Mitteilung im Regionalverband bei 313 Euro.
Kommunen betroffen
Sollte die geplante Kürzung zu mehr Obdachlosigkeit führen, wie es nach Ansicht der Linken auch beim neuen Gesetz zur Grundsicherung für Arbeitslose zu erwarten sei, komme es zu einer massiven Verschärfung der sozialen Situation im Regionalverband. Neben den Betroffenen seien auch die Kommunen finanziell und organisatorisch betroffen, da sie für Obdachlose und die Beseitigung von Obdachlosigkeit zuständig seien.
Forderung an die Verwaltung
Der Regionalverband ist gemeinsam mit dem Landkreis Saarlouis Antrags- und Genehmigungsbehörde für das Wohngeld, eine Bundesleistung.
Die Linke erwartet nach eigenen Angaben, dass die Verwaltung des Regionalverbandes gegenüber dem Land und vor allem gegenüber dem Bund tätig wird. Sie solle mithelfen, die „Demontage des Wohngeldes“ zu verhindern.







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