Regionalverband Saarbrücken

Grüne fordern 100 zusätzliche Bäume auf Schulhöfen im Regionalverband Saarbrücken

Fraktion will außerdem Vernebelungsanlagen und mobile Klimageräte – Antrag soll vor der Wahl in der Regionalversammlung behandelt werden

Die Grünen im Regionalverband: Saarbruecken Schloss 2024, TotaleMuseum2

Die Grünen-Fraktion in der Regionalversammlung Saarbrücken verlangt von der Verwaltung, bis zum Ende der Herbstferien 100 zusätzliche Bäume auf Schulhöfen zu pflanzen. Zudem schlägt sie Vernebelungsanlagen und mobile Klimageräte vor.

Anzeige AWO Sulzbach

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in der Regionalversammlung Saarbrücken fordert von der Verwaltung, bis zum Ende der Herbstferien 100 zusätzliche Bäume auf Schulhöfen im Regionalverband zu pflanzen. Sie begründet das mit den jüngsten Hitzewellen.

Nach Angaben der Fraktion sollen hitzeresistente Baumarten ausgewählt werden. Damit könnten die Schulhöfe langfristig beschattet werden. Die Maßnahme verbessere die Aufenthaltsqualität und wirke sich positiv auf das Mikroklima in den Städten und Gemeinden aus.

Fraktion: Tempo reicht nicht aus

Anne Lahoda sagte zur Begründung

„Schulen sind Orte, an denen Kinder sich sicher und wohlfühlen müssen, auch bei extremer Hitze. Das aktuelle Tempo mit dem Hitzeschutzmaßnahmen umgesetzt werden, reicht nicht aus.“

Die Beschattung durch Bäume sei nach Lahodas Worten „eine der effektivsten und kosteneffizientesten Möglichkeiten, um gegen Hitze anzugehen“. Sie fügte hinzu: „Wir investieren damit gleichzeitig in den Klimaschutz für kommende Generationen.“ Es gelte, jetzt zu handeln, um für die Zukunft vorbereitet zu sein.

Vorschläge für kurzfristige Hilfe

Neben der langfristigen Begrünung fordern die Grünen schnelle Hilfe für besonders belastete Schulen. Die Fraktion schlägt vor:

  • Vernebelungsanlagen auf Schulhöfen, um während der Pausen die Temperatur in der Umgebung zu senken
  • Mobile Klimageräte für Klassenzimmer, die keiner ausreichenden natürlichen Kühlung zugänglich sind, sofern keine geeigneten Raumkonzepte vorhanden sind

Damit solle auch bei den in den kommenden Tagen erwarteten Temperaturen Unterricht möglich sein, so die Fraktion.

Lahoda verwies auf den Zustand vieler Schulgebäude

„Viele unserer Schulen stammen aus einer Zeit, in der Klimatisierung nicht zum Standard gehörte. Die heutigen Hitzetage zeigen uns deutlich, dass wir nachrüsten müssen. Ein sinnvoller Unterricht ist nicht möglich, wenn im Klassenzimmer Temperaturen von 30 Grad und mehr herrschen.“

Für Schulen ohne ausreichende natürliche Schattenstrukturen oder mit älteren Gebäuden müssten dringend Lösungen gefunden werden, sagte sie.

Antrag vor der Wahl

Die Fraktion appelliert an die Verwaltung, gemeinsam mit den Schulen schnell einen Umsetzungsplan zu erstellen. Ein entsprechender Antrag soll nach Angaben der Fraktion noch vor den Wahlen in der nächsten Sitzung der Regionalversammlung behandelt werden.

„Die Lage ist sehr dringend. Die Neuwahlen dürfen nicht dazu führen, dass wir die Zeit verlieren“,

sagte Lahoda. Weiter erklärte sie: „Wir brauchen jetzt Entschlossenheit, nicht endlose Planungsphasen, während die nächste Hitzewelle bereits am Horizont steht.“

Artikel teilen

Gevita Tagesresidenz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Nach oben scrollen