An der Grundschule St. Bonifatius in Überherrn entsteht ein neues Gebäude für die Freiwillige Ganztagsschule (FGTS). Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot gaben mit einem symbolischen Spatenstich den Startschuss für das Bauprojekt.
Investition von rund 9,73 Millionen Euro
Das Investitionsvolumen für den Neubau beträgt nach Angaben der Landesregierung insgesamt rund 9,73 Millionen Euro. Das neue, dreigeschossige Gebäude ist für 13 Betreuungsgruppen mit insgesamt bis zu 260 Kindern ausgelegt. Neben Gruppen- und Funktionsräumen entstehen ein Speisesaal und eine Küche.
Neubau und bestehendes Schulgebäude werden auf allen Geschossen miteinander verbunden. Ein Aufzug soll künftig eine barrierefreie Erschließung des Neubaus und angrenzender Bereiche des bestehenden Schulgebäudes ermöglichen.
Aktuell 160 Kinder in neun Gruppen betreut
Die Grundschule St. Bonifatius ist eine dreizügige Grundschule mit aktuell 243 Schülerinnen und Schülern. Die zugehörige FGTS wird von der Caritas Saar-Hochwald betrieben. Derzeit werden dort nach Angaben der Mitteilung 160 Kinder in neun Gruppen betreut. Mit dem Neubau sollen die räumlichen Voraussetzungen für eine bedarfsgerechte Ganztagsbetreuung erweitert werden.
Stimmen zum Bauprojekt
Ministerpräsidentin Anke Rehlinger äußerte sich zum Baubeginn:
„Der Ganztagsausbau ist eine große praktische Aufgabe für Land und Kommunen – aber eine, die sich für alle lohnt. Mehr Ganztagsangebote brauchen auch mehr Platz. Deshalb zählt für mich vor allem, dass wir ins Machen kommen. Der Neubau in Überherrn zeigt: Wir investieren, wir bauen und wir schaffen die Voraussetzungen für verlässliche Betreuung. Und zwar Schritt für Schritt im ganzen Saarland. So unterstützen wir unsere Familien im Alltag und investieren in unser höchstes Gut: die Zukunft unserer Kinder.“
Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot erklärte
„Guter Ganztag bedeutet Zeit zum Lernen, Raum zum Spielen, gemeinsame Mahlzeiten, Förderung und Gemeinschaft – und dafür braucht es die richtigen Bedingungen. Genau die schaffen wir hier in Überherrn. Mit dem Neubau entstehen moderne Räume für bis zu 260 Kinder und damit ganz konkret die Infrastruktur, die der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung braucht. Unser Ziel ist klar: Jedes Kind soll von einem guten Ganztagsangebot profitieren können – unabhängig davon, wo es lebt oder welche Möglichkeiten seine Familie hat. Deshalb investieren wir gemeinsam mit den Kommunen in einen Ganztag, der Familien entlastet und Kindern mehr Bildungs- und Teilhabechancen eröffnet.“
Rechtsanspruch ab Schuljahr 2026/2027
Mit dem Schuljahr 2026/2027 startet der Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung für Kinder im Grundschulalter. Er gilt zunächst für Kinder der ersten Klassenstufe und wird anschließend jährlich um eine Klassenstufe erweitert.
Das Saarland baut die Ganztagsangebote nach eigenen Angaben gemeinsam mit den Kommunen weiter aus. Mit dem Investitionsprogramm Ganztagsausbau stehen dafür laut Landesregierung insgesamt rund 47 Millionen Euro zur Verfügung.



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