Spiesen-Elversberg

Spiesen-Elversberg: Schafe und Ziegen pflegen Grünflächen, Gemeinde veranstaltet Naturwochen für Kinder

Die Gemeinde setzt im zweiten Jahr auf tierische Flächenpflege und bietet im Oktober Programme für Kinder und Senioren an

Aktuelles aus Spiesen-Elversberg Spiesen-Elversberg setzt auf tierische Landschaftspflege und Naturerlebnisse für Kinder

In Spiesen-Elversberg pflegen im zweiten Jahr Schafe und Ziegen gemeindeeigene Grünflächen. Im Oktober veranstaltete die Gemeinde „Naturwochen“ für Kinder, ein Waldbaden-Angebot für Senioren steht noch aus.

Huk Coburg - Michael Ungelenk

Die Gemeinde Spiesen-Elversberg lässt gemeindeeigene Grünflächen im zweiten Jahr in Folge teilweise von Schafen und Ziegen pflegen. Nach Angaben der Gemeinde ersetzen die Tiere dabei einen Teil der maschinellen Arbeit. Die Gemeinde arbeitet dafür mit einem regionalen Anbieter zusammen. Die Tiere weiden auf verschiedenen Freiflächen im Gemeindegebiet.

Naturwochen für Kinder im Oktober

Im Oktober veranstaltete die Gemeinde wie im Vorjahr die „Naturwochen“. Nach Angaben der Gemeinde sollen vor allem Kinder für Naturthemen interessiert und an den Umgang mit den Tieren herangeführt werden. Kinder zwischen 5 und 11 Jahren konnten an den Angeboten „Tierische Erlebnisse mit Schafen und Hühnern“ und „Waldabenteuer“ teilnehmen.

Tierische Erlebnisse am 6. und 7. Oktober

Die Termine „Tierische Erlebnisse mit Schafen und Hühnern“ fanden am 6. und 7. Oktober 2026 statt. Begleitet wurden sie von Leni Hellriegel, Sozialpädagogin und Fachkraft für tiergestützte Interventionen. Sie hält nach Angaben der Gemeinde selbst Schafe aus dem Tierschutz in Spiesen-Elversberg und band ihre Tiere in das Programm ein.

Die Kinder lernten den Umgang mit Schafen und Hühnern kennen. Sie erfuhren, dass die Tiere nur artgerechtes Futter erhalten dürfen. Als Leckerli durften sie den Schafen ungesüßtes und ohne Öl zubereitetes Popcorn geben. Die Pädagogin erklärte, dass es den Schafen gut schmecke.

Bei den Hühnern fanden die Kinder mithilfe eines Papphuhns heraus, an welchen Stellen die Tiere gern gestreichelt werden. Anschließend streichelten sie ein Huhn. Hellriegel zeigte zudem, wie man ein Huhn richtig hochhebt: mit den Flügeln am Körper, damit es nicht unkontrolliert flattert.

Weitere Programmpunkte

  • ein Spiel, bei dem die Kinder verschiedene Futtersorten am Geruch erkennen sollten
  • Übungen in der Hocke und auf einer Slackline, um nachzuempfinden, wie ein Huhn auf einer Stange schläft

Waldabenteuer am 8. Oktober

Das „Waldabenteuer“ am 8. Oktober 2026 richtete sich an Kinder zwischen 6 und 10 Jahren. Revierförster Niklas Ilgemann vermittelte den Kindern in Spielen das Thema Wald. Sie lernten unter anderem, wie schwierig es für Eichhörnchen ist, Nüsse zu verstecken und während der Winterruhe wiederzufinden. Laut Gemeinde war vielen Kindern nicht bewusst, dass sich der Winterschlaf des Igels von der Winterruhe des Eichhörnchens unterscheidet.

An einem Waldhang bauten die Kinder zudem eine Murmelbahn aus Ästen, Laub und einer Walnuss als Murmel. Nach langem Tüfteln lief die Murmel durch die Bahn bis ins Ziel. Die jüngste Teilnehmerin sagte:

„Das war echtes Teamwork!“

Waldbaden für Senioren am 20. Oktober

Am 20. Oktober 2026 findet von 10 bis 12 Uhr ein kostenloses Angebot zum Waldbaden für Seniorinnen und Senioren statt. Es sind laut Gemeinde noch Plätze frei. Hannah Sieren vom SaarForst leitet die Teilnehmenden an. Sie erhalten Impulse und Übungen für Achtsamkeit, Entspannung und bewusste Naturerfahrung.

Anmeldungen nimmt Laura Heilbrunn telefonisch unter 06821 791 201 oder per E-Mail an L.Heilbrunn@spiesen-elversberg.de entgegen.

Gemeinde verweist auf Ziele der Agenda 2030

Nach Angaben der Gemeinde soll die tierische Flächenpflege kein kurzfristiger Trend sein, sondern ein Schritt in Richtung Zukunft. Die Gemeinde verweist darauf, dass sie damit zu mehreren Zielen der Agenda 2030 beitrage. Durch den Verzicht auf maschinelle Pflege und chemische Mittel werde der ökologische Fußabdruck verringert, die biologische Vielfalt gefördert und naturnaher Lebensraum erhalten.

Bildquellen

Stadtwerke Friedrichsthal 2026

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