Das Corona-Hochhaus gehört seit Jahrzehnten zum Stadtbild von Neunkirchen. Seine heutige Form entstand in den 1950er-Jahren, der Standort ist jedoch älter: Bereits 1903 eröffnete dort das Corona-Kino, das nach 105 Jahren im Jahr 2008 schloss und zu diesem Zeitpunkt eines der ältesten Kinos Deutschlands war.
Nach mehreren Besitzerwechseln erwarb ein Saarbrücker Investor das Gebäude. Landrat Sören Meng, Bürgermeisterin Lisa Hensler, Wirtschaftsförderer Patrik Clos, Christel Mathieu, die nach eigenen Angaben mit ihrem Team Sozialprojekte in Neunkirchen durchführt, sowie Christian Fries, Geschäftsführer der CF IMMOINVEST GmbH, verschafften sich vor Ort einen Überblick über den Sanierungsstand.
Bereits umfangreiche Sanierungsarbeiten
Nach Angaben des Investors wurde rund die Hälfte der bestehenden Wohnungen bereits saniert oder umgebaut. Investiert wurde zudem in die technische Infrastruktur und Sicherheit des Gebäudes. Dazu zählen laut Mitteilung:
- Erneuerung der Elektroinstallation
- Austausch von Heizungsanlagen und Thermen
- Reparatur und teilweise Erneuerung von Leitungen
- Erneuerung der Aufzüge einschließlich Steuerungstechnik
- Maßnahmen im Brandschutz
Nach Angaben des Investors sind bereits mehrere Millionen Euro in das Gebäude geflossen.
„Die Bausubstanz war deutlich schlechter, als wir dies beim Erwerb angenommen hatten. Dennoch konnten wir bereits einige Wohnungen grundlegend sanieren“, erläuterte Christian Fries.
Neue Wohneinheiten geplant
Auf der Fläche des ehemaligen Asia-Restaurants sollen künftig rund 30 kleinteilige, barrierefreie Wohneinheiten entstehen. Damit soll das Wohnangebot des Hauses laut Mitteilung stärker für neue Nutzergruppen geöffnet werden, insbesondere für ältere Menschen sowie Menschen mit Unterstützungs- oder Pflegebedarf.
Parallel ist bei bestehenden größeren Wohnungen teilweise eine Aufteilung in kleinere Einheiten vorgesehen. So soll nach Angaben des Investors schrittweise ein breiterer Wohnungsmix entstehen.
Rückbau des ehemaligen Kinos geplant
Als nächster größerer Schritt ist der Rückbau der Räumlichkeiten des ehemaligen Kinos im Innenhof vorgesehen. Dort soll perspektivisch eine Freifläche entstehen, die sowohl den Bewohnern des Hauses als auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen soll.
In Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt soll außerdem geprüft werden, ob eine zusätzliche fußläufige Verbindung in Richtung Sparkasse möglich ist.
Stimmen aus Stadt und Kreis
Bürgermeisterin Lisa Hensler äußerte sich zu dem Projekt
„Das Corona-Hochhaus ist ein prägendes Gebäude unserer Stadt, das in den vergangenen Jahren leider an Attraktivität verloren hat. Die Innenstadt wird derzeit durch verschiedene Investitionen, beispielsweise auch durch die Sparkasse Neunkirchen, sichtbar aufgewertet. Umso erfreulicher ist es, wenn private Investoren diesen Weg mitgehen und damit auch die Wohnqualität in der Innenstadt verbessern.“
Landrat Sören Meng erklärte
„Gerade in unserer Innenstadt brauchen wir seniorengerechten und barrierefreien Wohnraum. Hier entsteht die Möglichkeit, zentral und zugleich attraktiv zu wohnen. Das ist ein gutes Zeichen für unsere Kreisstadt. Solche Investitionen tragen dazu bei, die Innenstadt als Wohn- und Lebensraum weiterzuentwickeln.“
Beim gemeinsamen Rundgang wurde vereinbart, dass Investor, Stadt und Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Austausch bleiben, unter anderem zu möglichen Förderungen und weiteren Unterstützungsmöglichkeiten.



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