Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie stellt rund 2,9 Millionen Euro für den Bostalsee bereit. Der Förderbescheid wurde nach Angaben des Ministeriums an den Talsperrenverband Nonnweiler übergeben. Mit dem Geld wird eine rund 3,7 Kilometer lange Wasserleitung gebaut. Über sie kann künftig bei Bedarf Rohwasser aus der Talsperre Nonnweiler in den Bostalsee geleitet werden.
Damit soll laut Pressemitteilung das Risiko sinkender Wasserstände und damit verbundener Einschränkungen für Badegäste und Wassersportler verringert werden.
Wasserstand in heißen Sommern gesunken
Nach Angaben des Ministeriums ist der Wasserstand des Bostalsees in den vergangenen heißen Sommern zeitweise deutlich gesunken. Durch Verdunstung und Versickerung sei mehr Wasser verloren gegangen, als über die natürlichen Zuflüsse nachgekommen sei. An Spitzentagen kommen demnach bis zu 10.000 Badegäste an den See.
Wirtschafts- und Tourismusminister Jürgen Barke sagte
„Der Bostalsee ist eines unserer wichtigsten touristischen Aushängeschilder und zieht gerade im Sommer Tausende Menschen an. Damit das so bleibt, müssen wir auf die Folgen längerer Hitze- und Trockenperioden reagieren. Mit der Investition sichern wir die Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten am Bostalsee und stärken den Tourismus in der gesamten Region.“
Bau in zwei Abschnitten bis 2028
Der Talsperrenverband Nonnweiler verlegt die Rohrleitung von der derzeit im Bau befindlichen Trinkwasseraufbereitungsanlage bei Eiweiler bis zum Dämelbach, der in den Bostalsee mündet. Die Arbeiten erfolgen in zwei Bauabschnitten:
- Der erste Abschnitt ist bereits abgeschlossen.
- Der zweite Abschnitt soll 2027 umgesetzt werden.
- Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist bis 2028 vorgesehen.
Finanzierung
Die förderfähigen Kosten belaufen sich laut Ministerium auf rund 3,25 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben mit 2,92 Millionen Euro. Das entspricht 90 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Die Mittel stammen aus den Strukturhilfen des Bundes nach dem Investitionsgesetz Kohleregionen.



