Der GovTech Campus Saarland ist am 25. September mit einer Auftaktveranstaltung gestartet. Nach Angaben des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie kamen rund 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft sowie der Tech- und Start-up-Szene zusammen.
Ziel des Campus ist es laut Mitteilung, gemeinsam Lösungen für die digitale Verwaltung zu entwickeln. Schwerpunkte bilden dabei die Themen Künstliche Intelligenz und Cybersicherheit.
Kooperation mit Forschungseinrichtungen
Das Saarland ist seit 2024 Mitglied bei GovTech Deutschland. Grundlage für den Campus ist ein Kooperationsvertrag vom 3. Juli 2026. Umgesetzt wird das Projekt vom Verein East Side Fab mit Förderung des Wirtschafts- und Digitalministeriums.
Als Partner sind laut Mitteilung folgende Institutionen beteiligt:
- Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)
- CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit
- Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
Staatssekretärin Elena Yorgova-Ramanauskas äußerte sich zum Ziel des Vorhabens:
„Mit dem GovTech Campus bringen wir Verwaltung, Start-ups und Spitzenforschung zusammen und schaffen einen Ort, an dem neue Technologien frühzeitig erprobt und für die Verwaltung nutzbar gemacht werden können. Davon profitieren am Ende auch die Bürgerinnen und Bürger: durch eine moderne, sichere und leistungsfähige Verwaltung.“
Nadine Schön, Vorständin von GovTech Deutschland, bewertete die Gründung wie folgt:
„Mit starken lokalen Akteuren in den Zukunftsfeldern Cybersicherheit und Künstliche Intelligenz entsteht mit dem GovTech Campus Saarland ein Akteur mit nationalem Leuchtturm-Charakter. In Verbindung mit der Umsetzungskompetenz von GovTech Deutschland wird daraus ein Treiber für den handlungsfähigen Staat von morgen.“
Themenschwerpunkte beim Kick-off
Bei der Auftaktveranstaltung ging es laut Mitteilung insbesondere darum, wie neue Technologien sicher in der Verwaltung eingesetzt werden können und wie die Zusammenarbeit mit Start-ups und Forschung dabei unterstützen kann.
Impulse zu diesen Fragen kamen von GovTech Deutschland sowie von Dr. Christoph Endres, KI-Experte bei Sequire Technology. Endres stellte laut Mitteilung dar, welche technischen und organisatorischen Voraussetzungen für einen vertrauenswürdigen Einsatz von KI notwendig sind.
Weitere Projekte geplant
In den kommenden Monaten sollen aus dem entstandenen Netzwerk konkrete Projekte für die digitale Verwaltung hervorgehen. Dafür sind weitere thematische Arbeits- und Austauschformate geplant.
Bereits beim Kick-off konnten die Teilnehmenden an sogenannten Themeninseln erste Projektideen und mögliche Kooperationen diskutieren.



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