Der Deutsch-Französische Jugendliteraturpreis ist zum 14. Mal verliehen worden. In diesem Jahr steht die Kategorie Kinderbuch im Fokus. Die Auszeichnung wird im Rahmen der Europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse vergeben.
Die Preisträger
Den Preis erhalten Cornelia Franz und Meike Töpperwien für „Das nennt man Glück“ sowie Hervé Giraud für „Le cabane de la fin du monde“. Jährlich wird je eine Autorin oder ein Autor aus Deutschland und Frankreich ausgezeichnet. Die beiden Auszeichnungen der Fachjury sind mit jeweils 6.000 Euro dotiert. Für die Übersetzung und Veröffentlichung der prämierten Bücher stehen zusätzlich jeweils 2.000 Euro zur Verfügung.
Preis der Jugendjury
Seit 2024 wird zusätzlich der Preis der Jugendjury vergeben. Er ist laut Mitteilung mit 500 dotiert; eine Währungsangabe enthält die Mitteilung nicht. In diesem Jahr geht er an:
- Massuda Kassem und Melanie Garanin für „Chicken Survivor – Hühnchen süßsauer“
- Delphine Roux und Gaëlle Duhazé für „L’échappée belle de Marta“
Zwei Schulklassen aus Deutschland und Frankreich setzten sich dafür mit den zwölf nominierten Büchern auseinander. Sie tauschten sich über die Titel aus und trafen gemeinsam ihre Entscheidung.
Ziele und Hintergrund
Yvonne Rech, Gründerin der Europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse, rief den Preis 2013 ins Leben. Er soll aktuelle Kinder- und Jugendliteratur aus beiden Ländern bekannter machen und den literarischen Austausch fördern. Zugleich sollen Verlage auf Werke aus dem jeweiligen Nachbarland aufmerksam werden, die bislang nicht in die andere Sprache übersetzt wurden.
Organisiert wird der Preis von der Stiftung für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit und der Europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse Saarbrücken e. V.
Stimme aus der Politik
Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot äußerte sich zur Verleihung:
„Geschichten eröffnen uns neue Perspektiven und lassen uns andere Lebenswelten, Sprachen und Kulturen entdecken. Die Europäische Kinder- und Jugendbuchmesse bietet dafür mit ihrem internationalen Charakter den idealen Rahmen. Sie bringt Literatur, Autorinnen und Autoren sowie junge Menschen aus verschiedenen Ländern zusammen und macht die kulturelle Vielfalt Europas unmittelbar erlebbar. Der Deutsch-Französische Jugendliteraturpreiszeigt auf besondere Weise, wie Leseförderung und interkulturelle Erfahrungen Hand in Hand gehen: Er weckt die Freude am Lesen und eröffnet jungen Menschen zugleich neue Perspektiven auf andere Sprachen, Kulturen und Lebenswelten. Gerade hier im Saarland wissen wir, wie wichtig Begegnung und gegenseitiges Verständnis für ein gemeinsames Europa sind.“







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