Saarland

Arbeitskammer: Saarland bei Wirtschaftsleistung und Beschäftigung hinter Bundesentwicklung

Aktualisierte Daten-Info vergleicht die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre mit dem Bund

Die Arbeitskammer des Saarlandes informiert

Die Arbeitskammer des Saarlandes hat ihr Faltblatt Daten-Info aktualisiert. Nach den Angaben sank die Wirtschaftsleistung im Saarland in zehn Jahren um rund 7,8 Prozent, im Bund stieg sie um 7,4 Prozent.

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Die Arbeitskammer des Saarlandes hat ihr Faltblatt Daten-Info erneut aktualisiert. Nach Angaben der Arbeitskammer erscheint die Zusammenstellung einmal im Jahr. Sie behandelt die Themen Bevölkerung und Beschäftigung, Arbeitsmarkt und soziale Sicherung, Bildung und Ausbildung, Wirtschaft und Finanzen, Umwelt und Gesundheit sowie Einkommen und Mitbestimmung. Sie blickt auf die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre und vergleicht das Saarland mit dem Bundesgebiet.

Laut Arbeitskammer zeigt die Datenlage, dass das Saarland von einer Vielzahl von Herausforderungen betroffen ist. Diese stünden insbesondere im Zusammenhang mit den Transformationsprozessen der vorherrschenden Produktionsweise und äußerten sich im Land stärker als im Bund.

Wirtschaft und Beschäftigung

Nach Angaben der Arbeitskammer ergibt sich für die vergangenen zehn Jahre folgendes Bild:

  • Die preisbereinigte Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt) sank im Saarland um rund 7,8 Prozent. Im Bund stieg sie um 7,4 Prozent.
  • Die Zahl der Arbeitnehmenden ging im Saarland um 0,4 Prozent zurück. Im Bund stieg sie um 9,3 Prozent.
  • In der Industrie sank die Zahl der Beschäftigten im Saarland um 22.000 beziehungsweise 21 Prozent. Im Bund stieg sie um 3,2 Prozent.

Den Rückgang der Beschäftigung führt die Arbeitskammer insbesondere auf den Arbeitsplatzabbau in der Industrie zurück.

Mitbestimmung und Armutsgefährdung

Laut Arbeitskammer ist im Saarland der Anteil der Arbeitnehmenden, die Mitglied einer DGB-Gewerkschaft sind, mit 22,1 Prozent höher als im Bundesdurchschnitt (12,8 Prozent). Die Mitgliederzahl sei in den vergangenen zehn Jahren jedoch um 14,8 Prozent zurückgegangen, was 19.900 Personen entspricht. Auch der Anteil der Beschäftigten in tarifgebundenen Betrieben sei gesunken.

Prekäre Beschäftigungsformen wie Niedriglöhne, Minijobs und Leiharbeit sind laut Arbeitskammer im Saarland stärker ausgeprägt als im Bund. Die Armutsgefährdungsquote liegt demnach bei 19 Prozent. Im Bund beträgt sie 16,3 Prozent.

Junge Menschen

Zur Situation junger Menschen nennt die Arbeitskammer folgende Zahlen:

  • Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung der unter 25-Jährigen ging im Saarland zwischen 2015 und 2025 um 12,5 Prozent zurück. Im Bund stieg sie um 7,1 Prozent.
  • Die Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge sank im Saarland um 20,2 Prozent, im Bund um 8,9 Prozent.
  • Der Anteil der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss nahm von 2014 bis 2024 um 5,4 Prozentpunkte zu (911 Personen).
  • Die Betreuungsquote der Drei- bis Sechsjährigen sank im Saarland in zehn Jahren um 9,3 Prozentpunkte. Im Bund ging sie um 0,3 Prozentpunkte zurück.

Die Arbeitskammer sieht darin bereits für die nächste Generation eine Abnahme der Bildungsbeteiligung.

Die Daten-Info der Arbeitskammer steht nach deren Angaben im Internet bereit.

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