Das 31. Treffen des JuristInnen-Netzwerks E-Government findet am 9. und 10. November 2026 in Saarbrücken statt. Das teilte das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie des Saarlandes in einer Pressemitteilung mit. Die Veranstaltung ist nicht öffentlich.
Themen sind laut Mitteilung die Chancen und Grenzen von Künstlicher Intelligenz (KI) in der öffentlichen Verwaltung, die Bedeutung der europäischen KI-Verordnung für Behörden und der Datenschutz bei digitalen Assistenten.
Erster Tag: Vier Vorträge zur KI
Der erste Veranstaltungstag ist nach Angaben des Ministeriums der Künstlichen Intelligenz gewidmet. Vorgesehen sind vier Vorträge:
- Das CISPA Helmholtz-Zentrum zeigt Chancen und Risiken des Einsatzes von KI-Assistenten auf.
- Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) widmet sich unter dem Titel „Macht KI uns zu Zombies? Eine Anleitung zum Überleben.“ den Auswirkungen auf den Menschen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Interaktion zwischen Mensch und Maschine gestaltet sein muss, damit die Letztverantwortlichkeit der Beschäftigten gewahrt bleibt.
- Die Universität des Saarlandes erläutert in zwei Beiträgen, welche Anforderungen die europäische KI-Verordnung an Verwaltungen stellt und ob digitale Assistenten mit den Anforderungen des Datenschutzes vereinbar sind.
Zweiter Tag: Berichte aus Bund und Ländern
Am zweiten Veranstaltungstag stehen Berichte aus Bund und Ländern im Mittelpunkt. Dabei geht es unter anderem um den Stand der Umsetzung der KI-Verordnung und um die Erfahrungen der Ministerien mit digitalen Verwaltungsverfahren. Staatssekretärin und CIO Elena Yorgova-Ramanauskas begrüßt die Teilnehmenden an diesem Tag.
Zur Bedeutung des Themas sagte sie laut Pressemitteilung
„Künstliche Intelligenz eröffnet der Verwaltung neue Möglichkeiten – wir müssen sie jedoch verantwortungsvoll nutzen. Dafür brauchen wir klare rechtliche Leitplanken, die Sicherheit schaffen, ohne Innovation auszubremsen. Technologie und Recht müssen Hand in Hand gehen, damit neue Lösungen für eine moderne Verwaltung entstehen können“
Das Ministerium verweist darauf, dass mit CISPA, Universität des Saarlandes und BSI drei Institutionen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und Informationssicherheit eingebunden sind.
Hintergrund
Das JuristInnen-Netzwerk E-Government besteht nach Angaben des Ministeriums seit 2008. Es ist ein informeller Zusammenschluss von Rechtsexpertinnen und -experten aus Bund und Ländern. Die Treffen finden zweimal jährlich statt und dienen dem länderübergreifenden Austausch zu rechtlichen Fragen der Digitalisierung.



