Auf dem Gelände des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS) in Homburg ist das Richtfest für das Palliativzentrum „Schmetterling“ gefeiert worden. Das Zentrum soll ein altersübergreifendes Hospizzentrum werden. Die Eröffnung ist nach aktuellem Stand für den 1. November 2027 geplant.
Für die Stadt Homburg nahmen Bürgermeister Manfred Rippel und der Beigeordnete Philipp Scheidweiler teil. Anwesend waren zudem Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Gesundheitswesen, Wirtschaft und Gesellschaft sowie die am Bau beteiligten Handwerkerinnen und Handwerker.
Bau liegt vor dem Zeitplan
Wie beim Richtfest mitgeteilt wurde, war der Bau wegen Kampfmitteluntersuchungen knapp drei Monate unterbrochen. Die Verzögerungen seien aufgeholt worden. Inzwischen liege das Vorhaben rund zwei Monate vor dem ursprünglichen Zeitplan. Die beteiligten Handwerksbetriebe und Bauunternehmen erhielten dafür Anerkennung.
Angebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
In dem Zentrum sollen schwerstkranke Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie ihre Angehörigen Begleitung und Unterstützung finden. Neben den Hospizangeboten sollen auch Angehörige, insbesondere Eltern und Geschwister, begleitet werden. Diese zusätzlichen Angebote sind laut Mitteilung auf Spenden angewiesen.
Für das Palliativzentrum sind Investitionen von rund 17 Millionen Euro vorgesehen.
Reden beim Richtfest
Prof. Dr. Sven Gottschling, Chefarzt des Zentrums für altersübergreifende Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie am UKS und Ideengeber des Projekts, sagte, von der Planung über die Bauausführung bis zur Arbeit der Handwerker sei „Außergewöhnliches geleistet worden“. Nach der Eröffnung gehe es darum, Betroffenen und ihren Familien bis zuletzt Teilhabe, Nähe und gemeinsame Zeit zu ermöglichen. Die unmittelbare Nachbarschaft zum Universitätsklinikum sei ein großer Vorteil: Hier könnten Spitzenmedizin und menschliche Nähe Hand in Hand gehen.
Marcel Dubois, Vorsitzender der AWO Saarland und Vertreter des Projektträgers, hob in seiner Ansprache die gesellschaftliche Bedeutung des Palliativzentrums hervor. Staatssekretär David Lindemann sprach von einem persönlichen „Herzensprojekt“.
Den traditionellen Richtspruch sprach Zimmermann Bileri Suleiman. Anschließend erhielt der Richtkranz seinen Platz am Gebäude.
Rippel und Scheidweiler sprachen nach Angaben der Stadt mit Projektverantwortlichen, politischen Vertretern und Unterstützern und würdigten das Engagement aller Beteiligten.
Benefizkonzert am 5. Dezember
Zur Finanzierung der zusätzlichen Angebote findet am 5. Dezember ein Benefizkonzert des Bosch-Orchesters im Homburger Saalbau statt. Sämtliche Einnahmen des Abends kommen dem Palliativzentrum „Schmetterling“ zugute, teilte Dubois mit.



