Melnyk fordert stärkere diplomatische Bemühungen
Der frühere ukraine-Botschafter in Berlin,Andrij Melnyk,hat die europäischen Staaten aufgefordert,diplomatisch stärker auf Russland einzuwirken. „Europa sollte sein gesamtes geopolitisches Gewicht auf die Verhandlungsschale werfen, um den Krieg möglichst schnell zu beenden“, sagte Melnyk dem „tagesspiegel“.
Erneute Forderung nach Verhandlungen
Der ständige Vertreter der Ukraine bei den Vereinten Nationen erinnerte daran, dass er bereits Anfang 2024 Deutschland und die europäischen Staaten aufgefordert hatte, diplomatische Initiativen auszuloten, um Putin durch verhandlungen zum Frieden zu bewegen. Dieser Vorstoß sei damals zurückgewiesen worden, wodurch viel Zeit vergeudet wurde, so Melnyk.
Vermittlerrolle der EU
Mehr als vier Jahre nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine erneuerte Melnyk seine Forderung. Er betonte, dass es nicht zu spät sei, dass die EU, zusammen mit Partnern wie dem Vereinigten Königreich und Norwegen, eine zentrale Vermittlerrolle übernehme, um russland vom Kriegspfad abzubringen und einen gerechten und dauerhaften Frieden herbeizuführen.
Debatte um mögliche Vermittler
Vor wenigen tagen hatte Altkanzlerin Angela Merkel ihr Bedauern geäußert, dass Europa sich im Ukraine-Krieg zu wenig um diplomatische Lösungen bemüht habe. Merkel wurde als mögliche Vermittlerin ins Spiel gebracht. Melnyk betonte jedoch, dass ein aktiver Politiker als Vermittler benötigt werde. Es müsse ein starker Staats- oder Regierungschef mit einem robusten EU-Mandat sein. Ehemalige Politiker wie Angela Merkel hält er für ungeeignet.


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